STATEMENT

2023

EINBLICK IN DAS LEBEN EINER FRAU

Als Frau ist man entschieden mehr als nur ein weibliches Wesen!

Eine Frau ist zuallererst eine Tochter, später meistens eine (Ehe)-Partnerin, dann in vielen

Fällen Mutter; und von da an fängt ihre wahre Daseinsberechtigung an.

Sie ist eine Gebärende (oft mehrmalig), Kindermädchen, Köchin, Putzfrau, Schneiderin,

Pflegerin, Trösterin, Lernhelferin, Wirtschafterin, manchmal auch Handwerkerin,

Gärtnerin, Tierpflegerin, Wohnungsdesignerin und, in Zeiten wie diesen verstärkt,

Geldheranschafferin, welcher Art auch immer.

Zuweilen – allerdings nicht jede – ist sie ein schmückendes Beiwerk ihres Gemahls.

Mit alldem muss ein Mädchen in ihrem Leben rechnen.

Wenn es ihr gestattet wird, einen Beruf ihrer Wahl zu erlernen, fällt das alles keinesfalls

weg, sondern es wird zu einem Plus. Das heißt, es kommt zusätzlich zu ihren oben

erwähnten Zuständigkeiten dazu.

Wenn es der Zufall so will, trifft sie ihre wahre Liebe, in ihrer Berufssparte, so kann

auch wieder ein Plus daraus werden, wenn er, die große Liebe, ihre Hilfe einfordert.

Viele Frauen glauben, in einem solchem Leben ihren positiven Selbstwert zu finden!

Manche gehen darin auf, doch es sind nicht sehr viele.

So eine Art von Leben wird von Wenigen richtig bewertet!

Die Frauen sollen und müssen sich dagegen wehren, um eine Wertschätzung ihres

Einsatzes zu erlangen.

Diese Tätigkeiten werden nicht honoriert!

Und Mutter zu sein, nicht nur am Muttertag, ist eine lebenslange Herausforderung.

Das ist die Schlussfolgerung persönlicher Erfahrung!

Denn, ich war eine Tochter, Mutter (bin ich für immer), Ehepartnerin – und erlebte diese

abwertende Haltung gegenüber einer Frau.

Ich bin keine militante Feministin. Ich bin für Fairness, in jeder Beziehung!

 

 

INSIGHT INTO A WOMAN’S LIFE

As a woman you are definitely more than just a female person!

First of all, a woman is a daughter, later on frequently a partner (married or not), and then

in many cases – a mother; and this is when her true right to exist begins.

She gives birth (often several times), she is a nanny, cook, cleaner, seamstress, caregiver,

she provides comfort, helps with learning, is a housekeeper and sometimes do-it-

yourselfer, gardener, animal keeper, interior designer and, in our times quite often,

provider of any kind whatsoever.

Sometimes – although this does not apply to all – she is her husband’s decorative

attachment.

A girl will have to reckon with all of that in her life.

If she is permitted to train for a profession of her choice, none of the above will cease to

apply; rather, it will become a plus. Which means that it will be added to the

responsibilities mentioned above.

If chance will have it, she will meet her true love in her professional sphere; this may turn

into another plus if he, her great love, asks for her assistance.

Many women believe that they will find their positive self-esteem in this kind of life!

Some really find fulfilment in this, but not so many.

This kind of life meets with little appreciation.

Women should and need to put up a fight in order to gain appreciation of their efforts.

These activities are not being acknowledged!

Yet being a mother, not merely on Mother’s Day, is a lifelong challenge.

This is the conclusion I have drawn from personal experience!

Because I was a daughter, a mother (which I will be forever), a wife – and I experienced

this disparaging attitude vis-à-vis a woman.

I am not a militant feminist. I am in favour of fairness, in every respect!



WIE MAN KOSMOPOLITIN WIRD

Ich wurde im ukrainischen Teil der UdSSR geboren. Nach dem Tod meines Vaters brachte mich meine Mutter in ihre Heimat Österreich nach Wien. So konnte ich in den folgenden Jahren beide Seiten der „Medaille“ kennenlernen, die der westlichen Welt und der Sowjetunion. Also der russischen und meines, nach jetzigem Status, Geburtslandes Ukraine.

Das hatte zur Folge, dass ich mich jetzt als Kosmopolitin fühle und mir meine Heimat aussuchen kann. Die Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahren sammelte, hatten diese Einstellung bewirkt und bekräftigt.

Es ist nicht immer die Heimat, sprich unser Geburtsland, worauf wir stolz sein sollen, können; jetzt ist es für mich keines von beiden.

Die Sowjetunion verließ ich als 10jähriges Mädchen. Zu der Zeit hatte die Politik für mich keine Bedeutung. Ich hatte absolut keine Ahnung was Diskriminierung oder Verfolgung bedeutet. Das lernte ich als Kind, erst in Wien kennen.

Als Teenager fing ich an, mich dafür zu interessieren. Was ich dabei erfahren musste, über die UdSSR (Russland und Ukraine und weitere 13 Sowjetrepubliken), war für mich unglaublich. Denn ich konnte nicht glauben, weil ich es so nie bemerkt habe, denn wir lebten – nach meiner Erinnerung – friedlich zusammen!

Den Ukrainern, die sich in Wien formiert haben, um gegen den Sowjetstaat vorzugehen und die Gepflogenheiten der westlichen Welt einzuführen, ging es dabei natürlich nicht um das ukrainische Volk. Da wollten die reichen ukrainischen Flüchtlinge, ich lernte in dieser Zeit keinen armen kennen, das Land an die mächtigen anschließen, um dadurch mehr Profite für sich zu erzielen. Interessenten waren unter anderem Engländer, Deutsche und Amerikaner, die diese Einstellung unterstützten.

Zum ersten Mal hörte ich, im Zusammenhang mit der Ukraine, den Begriff Chauvinismus (extreme Form des Patriotismus oder Nationalismus). Man nannte die Ukrainer Chauvinisten, die sich hinter der Heimatliebe versteckten, aber hauptsächlich Profiteure waren.

Über beide Seiten wurden mir, durch viele Informationen, die Augen geöffnet, auf die ich nicht mehr stolz sein konnte!

Und heute, in der gegenwärtigen Situation, bin ich genaugenommen eine Ukrainerin, doch ich fühle mich nicht als solche, sondern als Sowjetbürgerin, auch wenn es mir nicht möglich ist, darauf stolz zu sein.

Für mich war damals die Sowjetunion meine Heimat, die aus verschiedenen Völkern, Kulturen und Sprachen bestand, für mich waren wir ein großes glückliches Miteinander.

Sicherlich gab es untereinander Neckereien, so waren z.B. die Russen für die Ukrainer die „Kazapen“ und die Ukrainer für Russen die „Chacholy“, ein scherzhaftes Necken unter Brüdern, aber keiner hätte je an einen Krieg gedacht oder geglaubt.

Und dann kam der Zerfall durch die Politik, die Glasnost’ und Perestroika. Wem nutzten sie?

GLASNOST’ bedeutet: Offenheit, Öffentlichkeit, Publizität.

Worauf bezog sich das? Die Taten des KGB?

PERESTROIKA bedeutet: Rekonstruktion, Umstellung, Umbau, Neugestaltung.

Wer profitierte am meisten davon? Für welche Gruppen war es vorgesehen, für die wenigen Oligarchen? Wohl nicht für die Armen, auf den Treppen der Metros sitzenden, Bettler!

Welcher Hohn steht hinter diesem Slogan!

Die damalige Regierung hatte es sich leicht gemacht und so hatte der „Konstrukteur“ dieser schlecht fundierten, fehlerhaften Entscheidungen und ihrer Durchführung, sogar einen Nobelpreis erhalten.

Wie es sich herausstellt, bekommt den Nobelpreis nicht unbedingt jener, der es wirklich verdient.

 
 

HOW TO BECOME A COSMOPOLITAN

I was born in the Ukrainian part of the USSR. After my father’s death, my mother took me with her to her native Vienna, Austria. In the years to come, I became familiar with both sides of the coin, the Western world and the Soviet Union ‒ thus, the Russian and, given the current situation, my native country Ukraine.

As a result, I now feel like a cosmopolitan, able to choose my homeland. The experience gathered over the past years had sparked and reinforced this mindset.

It is not always one’s homeland, i.e., native country, of which we should or can be proud; these days, it is neither of them.

I left the Soviet Union as a ten-year old girl. At that time, politics were of no importance to me. I had no idea at all of the meaning of discrimination or persecution. I was a child in Vienna when I first encountered the concept.

As a teenager I began to take an interest in the subject. What I learned about the USSR (Russia and Ukraine and the other 13 Soviet republics) seemed incredible to me. I could not believe it, having never perceived it like that, for ‒ as I recalled it ‒ we had lived together peacefully!

Of course, the Ukrainians who congregated in Vienna in order to oppose the Soviet state and to introduce the customs of the Western world were not interested in the Ukrainian people. The wealthy Ukrainian refugees ‒ I did not meet any poor ones in those days ‒ wanted to link the country to the powerful countries, thus creating more profit for themselves. Their ambitions were supported primarily by the British, Germans and Americans.

In connection with Ukraine, I first heard the term ‟chauvinism″ (an extreme form of patriotism or nationalism). Ukrainians were called chauvinists because they hid behind the concept of loving their native country, while in fact they were just profiteers.

Lots of information about both sides opened my eyes, so I cannot be proud of either anymore!

Today, in the current situation, strictly speaking I am Ukrainian, but I do not feel as one but rather as a Soviet citizen, although I am unable to be proud of this.

For me, the Soviet Union was my home, consisting of various peoples, cultures and languages; for me, we were a big happy togetherness.

For sure, we used to tease each other, Ukrainians calling the Russians ″Katsaps“ and the Russians calling the Ukrainians ″Chacholy“; facetious teasing among brothers, but no one would ever have thought of or believed in war.

And then politics broke it all up, through Glasnost’ and Perestroika. Who benefitted?

GLASNOST’ means: openness, freedom of information.

What did this refer to? The doings of the KGB?

PERESTROIKA means: reconstruction, change, restructuring, reorganisation.

Who reaped the benefits? Which groups were targeted ‒ the few oligarchs? Scarcely the poor people, the beggars sitting on the steps of the Metro!

What mockery is expressed by this slogan!

The government at that time took the easy way out, so that the ″designer‟ of these badly founded and flawed decisions and their implementation was even awarded a Nobel Prize.

It turns out that the Nobel Prize is not necessarily awarded to those who really deserve it.

2022

Marode POLITIK, lahme WIRTSCHAFT, morbides FINANZWESEN

Um eine sachliche Definition des Begriffes Krankheit zu bekommen las ich dies im Brockhaus:

KRANKHEIT:

Störungen der normalen Lebensvorgänge in Organen und Organsystemen durch einen krank machenden Reiz sowie der Gesamtheit der Reaktionen des Körpers auf diesen Reiz. Diese Störungen sind mit einer Herabsetzung der Leistungsfähigkeit und meist mit wahrnehmbaren Veränderungen des Körpers verbunden.
Die Krankheitsursachen sind äußere, wie Infektionen, mechanische und chemische Schädigungen (Verletzungen, Vergiftungen, u. a.), Konflikte in der Beziehung zur Umwelt oder innere, wie ererbte Krankheitsanlage oder im Lauf des Lebens erworbene Bereitschaft zu bestimmten Krankheiten, aber auch seelische Erlebnisse, bes. in der Kindheit (Neurosen). Die Entstehung einer Krankheit ist abhängig von der Disposition, der Konstitution und der Reaktionsart des Organismus.

Die Lehre der Krankheiten ist die Pathologie.

Mir schoss sofort die Übereinstimmung mit der jetzigen Situation in der Politik, Wirtschaft und im Finanzwesen durch den Kopf .

So erlaubte ich mir ein Spiel mit dem Zuordnen der Synonyme für das Wort Krankheit zu den erwähnten Bereichen:

angegriffen
angeschlagen
arbeitsunfähig
dienstunfähig
defekt
elend
erkrankt
fiebrig
geschwächt
kraftlos
kränklich
labil
leidend
marode
mitgenommen
morbid
nicht gesund
pflegebedürftig
schwach auf den Beinen
todkrank
sterbenskrank
unpässlich
unwohl
siech
hinfällig
in disponiert
nicht auf dem Damm
nicht in der Höhe
nicht ganz auf dem Posten
schlapp wie ein Haufen Elend
wie das Leiden Christi.

Daran sieht man, wie komplex der Begriff Krankheit ist.

Es steht fest, dass all diese Bereiche – wie Politik, Wirtschaft, Finanzwesen – , die in ihrem Krankheitszustand unsere menschliche Existenz gefährden, sich einer langfristig wirksamen Therapie unterziehen sollten, um sich aus der Hilflosigkeit eines gestörten Gleichgewichts zu befreien.

Meiner Meinung nach, und ich denke nicht nur meiner, wird uns danach besser ergehen.

Ailing POLITICS, lame ECONOMY, morbid FINANCES

For a precise definition of the concept of disease, I referred to an encyclopedia:

DISEASE:

Disorders of the normal vital processes in organs and organ systems caused by a pathogenic stimulus as well as any reactions of the body to this stimulus. Such disorders entail a reduction of capabilities and, in most cases, noticeable physical changes.
Causes of diseases may be external – infections, mechanical and chemical damage (injuries, poisoning etc.) -, conflicts concerning the environment; or internal – such as inherited predispositions; or emotional experiences (neuroses – mostly stemming from childhood). The emergence of a disease depends on disposition, constitution and the type of reaction by the organism.

The science of diseases is called pathology.

This made me think of the current situation in political, economic and financial affairs. What a remarkable analogy!

I decided to toy with the various synonyms for “disease”:

affected
stricken
incapacitated
unable to work
defective
miserable
ill
feverish
debilitated
infirm
sickly
unstable
afflicted
ailing
worn out
morbid
off colour
in need of care
frail
terminally ill
mortally ill
indisposed
queasy
invalid
unwell
under the weather
not feeling up to the mark
not to be in good form
to feel worse for wear
a picture of misery
like the sufferings of Christ.

This shows the complexity of the concept of disease.

It is evident that all of these areas – such as politics, economy, finance – whose pathological condition endangers our human existence, should undergo an effective long-term therapy in order to free themselves of the helplessness of their disrupted balance.

I am sure that I am not the only one to think that we will be better off afterwards.

2019

Kopftuchzwang

Natürlich bin ich dagegen – ich bin eine Frau des 21. Jahrhunderts!
Dies ist keine philosophische, wissenschaftliche, religiöse Sichtweise, sondern eine aus der Verbundenheit mit allen Frauen unserer Welt. Vielleicht mit einer Kleinigkeit an verbliebener Naivität?
Ich gehöre keiner religiösen Gemeinschaft an, ich stelle mir nur vor, dass GOTT in seiner Größe erhaben darüber sein muss, wie die Menschen sich kleiden, ob sie ihren Kopf bedecken, um ihn zu preisen, ob sie am Boden zum Altar kriechen, das alles ist eine Erfindung der Menschen, der Gläubigen, in ihrer Vorstellung von Bezeugung ihres Glaubens an ihn und Ehrfurcht vor seiner Größe.
Der Mensch fühlt sich gegenüber dieser Größe so klein und nichtig. Und da GOTT männlichen Geschlechts sei, haben die männlichen Menschen ein Gesetz erlassen, um sich von dem weiblichen Menschen abzuheben, um ihre Gottesähnlichkeit zu demonstrieren, das zugleich die Frau abwertet und als Frauenfeindlichkeit praktiziert wird.
Welcher Kleingeist!
Ein Mann, in unserem Kulturkreis, betritt ein christliches Gotteshaus und legt seine Kopfbedeckung ab, die Frau dagegen muss ihr Haupt bedecken!
Die Männer sind kirchliche Würdenträger, die Frau dagegen hat eine untergeordnete Stellung, so muss es sein, eine folgsame Dienerin der Herren, ein niedriges Wesen im Vergleich zum Manne, und diese Ansicht wird weltweit von ihnen vertreten. Sie fühlen sich GOTT am nächsten, gottähnlich, daher nehmen sie sich das Recht heraus, religiöse Vorschriften zu erlassen in Form von Bibeln, Koran und Thora. Scheinbar müssen sie sich daran erinnern, wie man zu leben hat, was falsch, böse, und was richtig im Leben ist oder gar eine Sünde. Sie gehen so weit mit ihrer Gottgefälligkeit, dass sie bestimmen, wie sich die Menschen, besonders die Frauen, zu kleiden haben. Als ob es für GOTT wichtig wäre! Aber meiner Meinung nach, einer naiven anscheinend, ist dem großen GOTT nicht die Kleidung – beziehungsweise Verkleidung – seiner Menschen wichtig; er sieht ihre Seelen, ihre Taten und ihre Untaten.
Mir kommt es vor, dass der Mann einerseits seine Macht gegenüber der Frau mit aller Kraft deutlich machen will, und andererseits will er sich vor seinen unreinen Gedanken, Fantasie und Taten schützen, bei einem Anblick einer „nackten“ Frau, sprich ohne Kopftuch und Ganzkörpervermummung.
Die Frau müsste sich nicht unter dem Stoffballen verstecken, wenn der Mann seine Sinne und seinen Körper in seiner Gewalt hätte. Da er das nicht kann, wird der Frau die Schuld unterstellt und sie als unrein und als Übel männlicher Lüsternheit beschuldigt. Sie, die Männer, verlangen die Verkleidung der Frauen und erziehen die Mädchen, und geben vor, nach Gotteswort zu handeln. Um der Hinterfragung durch die Frauen und Mädchen zu entgehen, werden die Mädchen dumm und unbedarft gehalten, indem man ihnen bewusst den Weg zu jeglicher Bildung verweigert.
Das Kopftuch – das Thema unserer Zeit, als hätten wir keine wichtigeren Probleme zu bewältigen!
Aber doch. Die Frauen werden noch immer diskriminiert, noch immer, im 21. Jahrhundert.
Und das ist der Aufstand der gebildeten Frauen für ihre Schwestern in Afrika, Asien, auf der ganzen Welt, wo immer die Frau noch als minderwertig behandelt wird, um all diese, uns vom Mann aufgezwungenen Fetische, die unsere Wertlosigkeit kenntlich machen sollen, abzulegen!

Wie entwürdigend ist es, wenn ein Mädchen von 9 – 12 Jahren ein Kopftuch tragen muss. So soll es sein, laut dem Oberhaupt der Familie, ob intelligent oder nicht. Das Mädchen wird vielleicht auch darauf stolz sein, ohne den wahren Grund zu verstehen, was es eigentlich bedeutet. Und alle sollen es wissen, dass sie schon bereit für Empfängnis ist, dass sie Regelblutungen hat. Für wen ist es wohl von Bedeutung, das zu wissen? Dessen sind sich die Mädchen aber in diesem Alter nicht bewusst!
In unserem Kulturkreis werden die Mädchen dieses Ereignis sicher nicht der Öffentlichkeit preisgeben.

Die Wissenschafter haben festgestellt, dass unsere Intelligenz rückläufig ist. Das erklärt den Analphabetismus in unseren Reihen, die Glaubenskriege, die politisch motiviert sind; die Machtkriege, und dass unsere Politiker kein fundiertes Wissen aufweisen können, vom sozialen Denken weit entfernt sind, sprich: es sind Gaukler, geldgierige, machthungrige Opportunisten, die ihre privaten Interessen und Geschäfte vor das allgemeine Wohl stellen.Das Volk hat in ihnen keine Vertreter.
Und ich fühle mich wie im düstersten Mittelalter, in dem unsere schwer erkämpften moralischen, kulturellen und ideologischen Werte verloren gehen!

Forced to wear the headscarf

Of course I am against it – I am a woman of the 21st century!
This is no philosophical, scientific, religious view; it stems from an inner connection with all the women in our world. Perhaps with a trifle of remaining naiveté?
I do not belong to any religious community, I just figure that GOD in his greatness must be above caring how people dress, whether they cover their heads in order to praise him, or whether they crawl on the floor towards the altar; all that was made up by people, the believers, in their notion of how to testify to their belief in him and their awe of his greatness.
Before this greatness, humans feel small and insignificant. And since GOD is supposed to be male, male people have devised laws in order to set themselves apart from female people, in order to demonstrate their godlike nature, thus disparaging women and practicing misogyny as a matter of course.
Small-minded indeed!
A man, in our cultural milieu, enters a Christian house of worship and uncovers his head, while a woman must cover her head!
Men are church dignitaries, while women have a subordinate position, this is how it must be, obedient handmaids of the lords, lowly beings in comparison with men, and this view is endorsed by men all over the world. They feel closest to GOD, godlike, which is why they take the liberty of laying down religious rules in the form of Bibles, Qur’an and Torah. Apparently, they must remember how to live, and what is wrong, evil and right in life, or even a sin. They take their godliness to the point of dictating how people, and in particular women, should dress. As if this were important to GOD! But from my point of view, seemingly a naive one, what GOD Almighty cares about is not the clothes – or rather the disguise – of his people; he sees their souls, their deeds and misdeeds. 
It seems to me that men want to demonstrate their power over women with all their strength, while they also want to protect themselves against their unclean thoughts, fantasies and actions when looking at a „naked“ woman, that is without a headscarf and full-body veil.
Women would not have to hide behind swathes of cloth if men had their senses and bodies under control. Since men are unable to restrain themselves, women are accused of being unclean, of causing the evil of male lust. They – the men – require women to disguise, they train the girls and pretend to act according to God’s word. In order to avoid questioning by girls and women, girls are kept ignorant and naive by deliberately refusing them access to education.
The headscarf – the issue of our time, as if there were no more important problems to solve! But still. Women are being discriminated against, to this day, in the 21st century.
And this is the uprising of the educated women for their sisters in Africa, Asia, all over the world, wherever women are still being treated as inferior, in order to cast off all these fetishes imposed on us by men, which are designed to mark our worthlessness!
How degrading when a girl aged 9 – 12 must wear a headscarf. This is the wish of the head of the family, whether sensible or not. Perhaps the girl will even be proud of it, without knowing the real reason behind it. And everyone should know that she is ready to conceive, that she has her period. Yet who is interested to know it? Girls at this age are not aware of this!
In our cultural environment, girls will certainly not reveal this fact to the public.
Scientists have found that our intelligence is declining. This explains the illiteracy in our ranks, the religious wars that are politically motivated; the struggles for power, and that our politicians have no sound knowledge, that they are far from social thinking, in other words: they are imposters, money-grabbing, power-hungry opportunists who put their private interests and ventures before the common good. They do not represent the people.
And I feel like in the darkest Middle Ages, when our hard-won moral, cultural and ideological values are being lost!

KONTUR seit 2006
Contuor since 2006

2018

Lebenswerte Momente – liebenswerte Momente:

 

  1. Wenn morgendliche Sonnenstrahlen durch das Fenster den neuen Tag ankündigen;

  2. wenn du zuallerallererst am Morgen auf dem Balkon den herrlichen Duft deiner Rose einatmest;

  3. im Regen spazieren gehen;

  4. die verliebten turtelnden Tauben auf der Fensterbank, die die Katzen aus der Fassung bringen;

  5. ein Händedruck, der zu einer Umarmung wird;

  6. wenn du dein Spiegelbild zufrieden anlächelst;

  7. wenn ein alter Mann sich auf seinen Stock stützend stehen bleibt, um den kleinen, neuen Menschen beim Spielen zuzusehen;

  8. ein Musikstück, welches dich zum Weinen rührt;

  9. wenn das Grün des Sommers im Herbst golden wird;

  10. wenn der alte Groll in dir sich in Nichts auflöst;

  11. du dir eingestehst, doch an die wahre Liebe zu glauben;

  12. wenn die Katze bei deinem Gesang vor Entsetzen nicht weiß, wie ihr geschieht;

  13. wenn sich das erste Gänseblümchen aus dem Schnee wagt;

  14. ein Paar Augen, die dich einfangen und in denen du dich wohlfühlst;

  15. wenn du die ersten Rufe der Schwalben wahrnimmst;

  16. ein Zwiegespräch mit den frechen Krähen hältst;

  17. plötzlich ein Marienkäfer über den Esstisch krabbelt;

  18. wenn deine Katze in deinem Schoß ruht und du, mit ihr Händchen haltend, die Ruhe genießt;

  19. die Abendsonne, die sich blutrot verabschiedet und

  20. die Nacht dir die unendliche Sternenpracht offenbart.

 

Aus Hermann Hesse „Stufen“:

„Wohl an mein Herz, nimm Abschied und genese“ – dies ist der Schlüssel, der Schlüssel zur Gesundung des Herzens, der Seele.

 

 

Moments worth living -Lovable moments:

 

  1. When in the morning shafts of sunlight shine through the window, heralding the new day;

  2. When first thing in the morning you inhale the wonderful fragrance of your rose on the balcony;

  3. Going for a walk in the rain;

  4. The amorous pigeons billing and cooing on the windowsill, upsetting the cats;

  5. A handshake that turns into a hug;

  6. Contentedly smiling at your reflection in the mirror;

  7. When an old man stops, leaning on his cane, in order to watch the little new people playing;

  8. A piece of music that moves you to tears;

  9. When the green of summer turns golden in autumn.

  10. When the old resentment in you dissolves into nothing;

  11. When you admit to believing in true love after all.

  12. When the cat is so aghast at your singing that he does not know what is happening to him;

  13. When the first daisy ventures out of the snow;

  14. A pair of eyes that capture you and make you feel good;

  15. When you notice the first calls of the swallows;

  16. When you talk to the cheeky crows;

  17. When suddenly a ladybug scuttles across the dining table;

  18. When your cat is resting in your lap and you are enjoying the peace and quiet, holding hands with him;

  19. The evening sun bidding a crimson farewell, and

  20. The night revealing an endless splendour of stars.

 

From Hermann Hesse’s poem ″Steps″:

Courage my heart, take leave and fare thee well″ – this is the key –the key for your heart and soul to recover.

2017

Im Korridor der Auserwählten

Diagnose Krebs:
Ein dumpfes Gefühl im Kopf – der Schock, ein paar Tränen, die Wut und das Ausfallen der Sprache, vor allem die grausame Unmacht.
Was solltest du, wie willst du, kannst du, wem sagen?
Darüber sprechen hilft, heißt es. Aber wenn dir die Sprache versagt. Du befindest dich unter einer Glasglocke aus welcher etwas weder nach außen noch etwas nach innen dringt, die dich vollkommen isoliert, ausschließt vom normalen Sein.

Es folgten Operation, 8 Chemotherapien und ein Monat lang tägliche Strahlentherapie.
Ein Leidensgefährte sagte anfangs, wenn du die Chemo überlebst, dann hast du´s geschafft. Welch erfreuliches Entree in den Korridor der Onkologie.

Eine qualvolle Zeit begann!
Viele Gerüche waren widerlich, menschliche abstoßend:
– das Wasser, hatte einen Geschmack von Zucker und Chlor, war nicht trinkbar, geschweige andere Getränke;
– man zuckte bei Gerüchen, entsetzt und laut schimpfend, zusammen;
– alle Pflegeprodukte, an dir selbst, stanken;
– Hautschmeichelnde, zarte Baumwollshirts, hatten den Geruch von schmutziger Rohbaumwolle;
-Zigarettenrauch – war ein faulender, brennender Heuballen.

Der Geschmacksinn, spielt Stückchen, im wahrsten sinne des Wortes, die unglaublich waren:
– es gab nichts, was schmeckte, absolut nichts!
– du brauchtest beim Essen einer Banane, abgesehen davon, dass sie scheußlich schmeckte, 1 l Wasser um sie in deinen Magen runter zu spülen,
– für eine Buttersemmel mit einigen Schlücken geschmacklosem Kaffee benötigte man eine Stunde, es schmeckte wie Styropor.
Du musstest aber essen, denn der Gewichtsverlust kostete dir Kraft, Kraftverlust bedeutete Schwäche deines Immunsystems, sogar einen kompletten Ausfall!
Durch den Gewichtsverlust versagten die Füße, das Gehen, wie auf wackeligen Stelzen, war kraftlos, verunsichernd; da brauchte man viel Durchhaltevermögen und Lebenswillen!

Und dann erlebst du zum ersten Mal wie viel Mitgefühl, Güte, Hilfsbereitschaft und Unterstützung dich umgibt! Wie viele Menschen dich lieben und dir beistehen, wie vielen du etwas bedeutest! Das finde ich, war ein Schlüsselerlebnis für mich, ein Schicksalswink, das musste ich verinnerlichen, denn ich hatte das niemals erwartet!

Man sagt doch jedes Ding hat zwei Seiten, eine gute und eine schlechte, und ich durfte es auf diese Weise erfahren!

Die Irritationen des Geschmackssinns und Geruchssinns machen alle körperlichen Beschwerden unerträglich. Es wird absolut alles zuwider. Ab dem ersten Tag der Chemo kann man kein TV schauen, da die Informationsüberflutung starke Kopfschmerzen verursacht; alle Geräusche sind zu schrill und zu laut; lesen ist fast unmöglich, da man schlecht sieht und das Hirn das Gelesene schlecht verarbeiten kann. Jeden Satz musste ich mehrmals lesen, um den Inhalt zu verstehen; telefonieren und sich auf ein Gespräch konzentrieren bedeutete wieder starke Kopfschmerzen. Den lieben Freunden das alles zu vermitteln kostete Kraft und Überwindung und wieder Kopfschmerzen. Ich verbrachte diese Zeit meist in verdunkelten Räumen.

Während dieser Tragödie spürte ich große mentale Unterstützung. Vor allem fiel mir positiv auf, dass keine Schar kreischender Krähen über mir gekreist hatte. Das war für mich schon ein gutes Zeichen und ich hielt weiter durch.

Nach der überstandenen Tortur der Chemo folgt die tägliche Strahlentherapie. Da erinnerte ich mich an die Worte des Kollegen im Leid, wenn du die Chemo überlebt hast, dann geht es dir gut! Wie auch immer!
Die Strahlentherapie ist im Vergleich zu Chemo noch mehr kräfteraubend, aber in dieser Zeit normalisiert sich allmählich der Geschmackssinn.

Man ist prompt bereit die Chemo zu vergessen. Als ob es gar nicht passiert wäre.
Nun der Körper lässt das natürlich nicht zu. Verschiedenes ist geschädigt, es braucht Zeit, um sich wieder zu revitalisieren. Die Kraftlosigkeit meldet sich sehr bald, nachdem du der Meinung warst, es gehe dir gut und du könntest wieder an die Zeit anknüpfen, vor dem Urteil Krebs. Nein es geht, aber unbeschreiblich schleppend. Und irgendwann traut man sich im Spiegel anzusehen, bewusst. Und es sind die Augen, in welchen du nicht mehr die Todesangst siehst. Die Wangen werden voller und bekommen ein wenig Röte, was nur du merkst, nicht die anderen. Die Füße werden muskulöser und versagen nicht mehr so schnell unter dir. Wenn man sehr rücksichtsvoll mit sich selbst ist, das heißt für tägliche Bedürfnisse genügend Zeit nimmt, wird es wieder schön – relativ!
Abgesehen vom Aussehen einer Haarlosen mit schwarzen Finger- und Fußnägeln, und das Ertragen der erschrockenen Blicke der Vorübergehenden und das Entsetzen in ihren Gesichtern.

Die Freunde und andere mitfühlende Menschen verloren nie die Geduld mit mir. Manche meinten mich ständig bekochen zu müssen, weil sie meinen abgemagerten Körper nicht ertragen konnten. Ich hatte es schwer ihnen begreiflich zu machen, dass für mich essen eine Qual war.
Wie fühlten sie mit mir, als mich die Freude überkam, überlebt zu haben!

Das Warten im Korridor der Onkologie hat, meine stoische Einstellung zu meiner Situation, keine Berg- und Talfahrt der Gefühle erlaubt.

Ich hatte sowohl erschütternde als auch heilbare carcinogene Variationen der Natur erlebt, und musste respektvoll erkennen, wie kreativ die Natur dabei ist!

Beherrscht war ich bereit diesen Korridor zu beschreiten, um am Ende ihn als geheilt zu verlassen.

Ich kann nicht behaupten, dass ich jetzt das Leben liebe, bewusst lebe, das hatte ich davor auch gemacht, nur jetzt nehme ich mir genügend Zeit für etwas, das ich davor hinten gereiht hatte, nämlich mich!

Obwohl die letzen Jahre in mir tiefe Narben hinterlassen haben und ich so manches missverstanden hatte, finde ich es schön, zu sein!

Ich lebe und liebe das Leben !

 

In the hallway of the Chosen

Cancer diagnosis:
A dull feeling in your head – the shock, a few tears, anger and failing speech, above all the cruel helplessness.
What should you tell, how – and whom?
They say that speaking about it helps. But what if speech is failing? You are under a glass dome, with nothing leaking out or getting inside, that completely isolates you, excludes you from normal existence.

This was followed by surgery, eight chemotherapies and a month of daily radiation therapy.
At the outset, a fellow sufferer said that if you survive chemotherapy, you’ve made it. What a pleasant entrée to the hallway of oncology.

It was the beginning of a time of agony!
Many smells were obnoxious, human smells disgusting;
– Water tasted of sugar and chlorine, was undrinkable, not to speak of other beverages;
– Smells made you wince, aghast and grumbling loudly;
– All skincare products on yourself stank;
– Skin-friendly, delicate cotton shirts smelled of dirty raw cotton;
– Cigarette smoke was like a burning rotten hay bale.

The sense of taste goes haywire, incredible in the truest sense of the word:
– There was nothing that tasted good, absolutely nothing!
– Eating a banana required one liter of water to wash it down with, apart from tasting nasty,
– Eating a buttered roll with a little tasteless coffee took an hour, tasting like styrofoam.
Yet you had to eat, because losing weight meant loss of strength, loss of strength weakened your immune system or even caused it to fail completely!
Losing weight caused your feet to fail, you walked like on wobbly stilts, infirm, feeling insecure; you needed a lot of stamina and will to live!

And then, for the first time, you experience that you are surrounded by so much compassion, kindliness, helpfulness and support! So many people love you and help you, so many to whom you are important! This was a key experience for me, a twist of fate, which I had to take in, because I had never expected it!
They say that there are two sides to everything, a good and a bad one, and that’s the way I was able to experience it!

The irritations of the senses of taste and smell make all physical complaints unbearable. Everything becomes repugnant. From the first day of chemo you cannot watch TV, since the flood of information causes a strong headache; all sounds are too shrill and too loud; reading is almost impossible, because your vision is impaired and your brain has trouble processing what you read. I had to read every sentence several times in order to understand its content; phoning and concentrating on a conversation meant more headaches. Telling my dear friends about all that required strength and quite an effort, again accompanied by a headache. I spent most of that time in darkened rooms.

During this tragedy I felt a great mental support. Above all I considered it positive that there was no flock of screeching crows circling over my head. That was a good sign, and I persevered.

The torture of chemo is followed by daily radiation therapy. I remembered the words of my fellow sufferer – if you have survived chemotherapy, you are OK! However that may be!
By comparison with chemo, radiation therapy is even more exhausting, but at least the sense of taste slowly returns to normal.

You are more than ready to forget about the chemo. As if it had never happened.
Now of course your body does not let you forget. Damage has been done, it takes time to revitalized. Feebleness appears very soon after you had thought you were fine and able to carry on like before you were diagnosed with cancer. No, it works, but sluggish beyond words. There comes a time when you dare to look at yourself in the mirror, deliberately. And there is no longer the fear of death in your eyes. The cheeks get fuller and redden slightly, something visible only to yourself, not to others. The legs become more muscular and do not fail so often. If you take good care of yourself, meaning that you take enough time for daily necessities, life regains its beauty – well, sort of!
Except for the looks of a hairless person with black fingernails and toenails and having to endure the appalled glances of passers-by and the horror in their faces.

Friends and other sympathetic people never lost their patience. Some thought they had to cook for me all the time because they were unable to bear my emaciated body. It was difficult to make them understand that eating was torture.
How they felt with me when I was suffused with joy at having survived!

As I waited in the hallway of oncology, my stoical attitude towards my situation did not permit any emotional roller-coaster.

I had experienced shocking as well as curable carcinogenic variations of nature and had to perceive, respectfully, the creativity of nature!
Composedly, I was ready to walk down that hallway in order to leave it in the end, healed.

I cannot claim that now I love life, live it consciously, I had done that before as well, but now I take enough time for something I had placed at the back previously – myself!

Although the past years have left me with deep scars, and I misunderstood some things, I find it wonderful just being!

I love and live life!

2014

Der Tod und ich

Dumpfes, kopfloses Existieren des Selbst.
Die Stacheln des Alltags, die in die klaffende Wunde eindringen beim Beobachten anderer, Lebender.
Keine Anrufe, kein fröhliches Miteinander! Nichts und niemals mehr!

Paradoxe Gedanken quälen. Die U-Bahn die dich täglich in die Arbeit bringt, wird sie nie mehr benutzen und wir werden uns da nie wieder treffen. Und du musst die Lebenden beobachten und die Trostlosigkeit lähmt dich. Es durfte nicht mehr sein.

Um Himmelswillen warum? Und warum gerade sie? Und warum gerade mir?
Was bleibt?

Das Glorifizieren der schönen Momente des Beisammenseins und das Verdrängen des Negativen, welches zwischen uns stand. Sich erschreckt von den auf dem Zelluloid verewigten und schmerzvollen Erinnerungen an das Vergangene, abwenden. Ja nicht den Schmerz intensivieren, es ist ja schon so unerträglich und unfassbar.

Was dir einst ein geliebter Mensch war, jetzt nur mehr ein Gefäß mit seinen zermalmten Knochen und der Asche seines verbrannten Fleisches füllt und in dir fühlbar eine entsetzlich schmerzhafte Leere hinterlässt.

Ein ganzes Jahr davor war der Gedanke an den Tod ständig in mir präsent. Ich, die vor Gesundheit und Lebensfreude strotzende, verstand das aber nicht.
Und natürlich bezog ich es auf mich. Schnell beeilte ich mich ein begonnenes Werk fertig zu stellen, um bereit zu sein.
Etwas seltsames geschah auch in diesem Jahr, an zwei verschiedenen Plätzen und verschiedenen Tagen.
Eine beachtliche Schar Krähen kreiste, mit voller Lautstärke rufend, direkt ober mir. Es war nicht die Zeit vor dem Abflug in ihr Sommergefilde. Deshalb verstand ich nicht, warum sie das taten, sie schon?!

Das Foto „Vorahnung“ (siehe unter WERKE) entstand noch vor diesen Ereignissen.

Dann kam er, der Tod, aber nicht um mich zu holen, sondern um mir zu nehmen, und das gleich zwei Mal.

Er nahm mir doppelt, die Tochter und meinen besten Freund.

 

Death and I

Dull, mindless existence of the self.
The stings of everyday life that penetrate the gaping wound whenever I watch others who are alive.
No more calls, no happy togetherness! Nothing and never again!

Paradoxical thoughts are tormenting you. The underground that gets you to work: she will never use it again, and we will never meet there again. And you are forced to watch the living, in paralysing desolation. It was not to be again.

Why, for heaven’s sake? And why she? And why me of all people?
So what remains?

Glorifying the beautiful moments of togetherness and blocking out anything negative between us. Turning away, appalled, from painful memories of the past as captured and immortalised on celluloid. Just don’t intensify the pain, unbearable and inconceivable as it is.

What was once a beloved person now fills a vessel with crushed bones and the ashes of her burnt flesh, leaving a horribly painful emptiness inside of you.

An entire year beforehand, the thought of death had been constantly present within me. Brimming with health and joy of living, I did not understand it.
Naturally I thought that this concerned myself. I hastened to finish a work so as to be prepared.
Something strange also happened in that year, in two different places and on different days.
A formidable flock of crows circled directly over me, calling at the top of their voices. It was not the time for them to depart to their summer grounds. I could not understand why they did it, but perhaps they did?!

The photo “premonition” (see “WORKS”) was taken before these incidents.

Then he came – death – but not to get me but to take from me; and twice at that.

He took from me doubly, my daughter and my best friend.

2014

Und wieder kamen sie aus dem Nichts – unglaublich und doch – bildeten einen schwarzen kreischenden Kreis über mir.
Mir fiel niemand ein, den sie gemeint haben könnten!
Eine Woche später war ich ein altes elternloses Mädchen, eine Waise.
Luise, meine Mutter, wurde geholt.

Ist denn der Tod nicht etwas Natürliches, würde man sofort einwenden.
Nein – das sagt sich nur so leicht!

2014

And again they came from nothingness – incredibly and yet – forming a black shrieking circle above my head.
I could not think of anyone they might be referring to!
One week later I was a parentless old girl, an orphan.
Luise, my mother, had been carried off.
Isn’t death natural, that’s what you might ask.
No – it’s only something people will say without thinking!

 

2012

FREI ZU SEIN ODER DAS RECHT SICH DIE FREIHEIT ZU NEHMEN

Was heißt frei sein und was bedeutet, nicht frei zu sein?
Eigenartigerweise, nachdem ich den Artikel zu dem Thema Freiheit des Denkens gelesen hatte, wunderte ich mich über mich selbst. Mein Reflex auf darauf war, dass ich es überholt fand, weil frei zu sein war für mich aus der heutigen Sicht etwas Selbstverständliches.
Natürlich gibt es Einschränkungen und dessen bin ich mir bewusst, und natürlich ist mir der Grund jedes Mal bekannt, aber der Leitfaden in meinem Leben ist Freiheit und Würde für jedermann.
Ich kann tun und lassen was ich will, wobei das Lassen ein Teil der mir geläufigen Einschränkungen ist. Ich bin überzeugt, dass das jeder von uns kennt.
Der Hauptteil meiner Freiheit ist das Denken und daher kommt mein Unverständnis betreffs der Frage in diesem Artikel selbst.
Bin ich frei zu denken, was ich will?
Ja, ich bin – und wer ist es nicht?
Wer lässt sich das heutzutage verbieten?
Kann ich sagen was ich denke – ist wiederum eine andere Sache und von manchen Faktoren abhängig, die humansten wären die Rücksicht und Respekt gegenüber Anderen.
Also wer ist unfrei im Denken?
Wer lässt sich das nehmen?
Da stand ich nun eine Weile auf der Leitung.
Im ersten Moment konnte ich mir das gar nicht vorstellen, kam eine sich noch im Verborgenen befindende, schon längst entsorgt geglaubte unliebsame Eigenschaft von mir, die Engstirnigkeit, zum Vorschein.
Ich muss zugeben in meinem festen Glauben an die Freiheit kommen so manche ungute Eigenarten zutage.
So musste ich feststellen, dass es mir gar nicht in den Kopf wollte, dass Menschen sich durch das äußere Milieu mit den psychischen, physischen und sozialen Faktoren dabei beeinträchtigen lassen, wo bleibt da die freie Meinung, die Freiheit des Geistes.
Doch dann machte es, gottlob, klick, und die Leitung war wieder frei.
Es steht jedem die Freiheit zu, zu wählen ob er im Denken, Fühlen, Glauben, Handeln frei sein will, und sich zu entscheiden wieweit er und ob er sich die Freiheit im Denken, Glauben, usw. wünscht, darin liegt die wahre Freiheit des Menschen.

FREIHEIT: die Tätigkeit des Menschen, in Entscheidungssituation aus eigener Bestimmung zu handeln.

FREI: ungebunden; uneingeschränkt; unabhängig; nicht eingeschlossen.

WILLE: Etwas tun in fester Absicht; Wunsch; Vorsatz; Entschlossenheit.

 

BEING FREE, OR THE RIGHT TO FREEDOM

What does it mean to be free – and what does it mean not to be free?
Strangely enough, having read the article about freedom of thought, I was astonished about myself. My reflex was to consider it outdated, the current view being that it is something to be taken for granted.
Of course there are limits; I am aware of them and certainly know the reasons for them, but still freedom and dignity for everybody are the guidelines of my life.
I can do – and not do – as I please, with the not-doing being part of the constraints I am familiar with. I am convinced that every one of us is aware of this.
Thinking is the principal part of my freedom, so that this article expresses my lack of understanding of the question posed above.
Am I free to think whatever I want to?
Yes I am – and yet who isn’t?
These days, who would let themselves be forbidden to?
Can I say what I think? Now this is quite a different matter which depends on many factors, the kindest being concern and respect for others.
So whose thinking is not free?
Who would let themselves be denied this freedom?
Now I was a little slow on the uptake.
At first, I was not capable of imagining it; narrow-mindedness, an unpleasant trait I had thought to have disposed of long ago, began to emerge from its hiding place.
I must confess that my firm belief in freedom appears to tease out quite a few undesirable peculiarities.
So I had to realize that I just could not get it into my head that people let themselves be affected by the external setting with its mental, physical and social factors; what about freedom of opinion, freedom of the mind?
But then, fortunately, the penny dropped, and I began to understand.
All of us are free to choose whether they want to be free in their thoughts, beliefs and actions, and to decide whether and to what extent they desire freedom of thought, belief etc.; this is humanity’s true freedom.

FREEDOM: The capability of humans to act on their own in decision-making situations.

FREE: Unfettered; unrestricted; independent; unconfined.

WILL: To do something with a firm intention; desire; intent; resolve.

 

2011

Der Tod und ich

Dumpfes, kopfloses Existieren des Selbst.
Die Stacheln des Alltags, die in die klaffende Wunde eindringen beim Beobachten anderer, Lebender.
Keine Anrufe, kein fröhliches Miteinander! Nichts und niemals mehr!

Paradoxe Gedanken quälen. Die U-Bahn die dich täglich in die Arbeit bringt, wird sie nie mehr benutzen und wir werden uns da nie wieder treffen. Und du musst die Lebenden beobachten und die Trostlosigkeit lähmt dich. Es durfte nicht mehr sein.

Um Himmelswillen warum? Und warum gerade sie? Und warum gerade mir?
Was bleibt?

Das Glorifizieren der schönen Momente des Beisammenseins und das Verdrängen des Negativen, welches zwischen uns stand. Sich erschreckt von den auf dem Zelluloid verewigten und schmerzvollen Erinnerungen an das Vergangene, abwenden. Ja nicht den Schmerz intensivieren, es ist ja schon so unerträglich und unfassbar.

Was dir einst ein geliebter Mensch war, jetzt nur mehr ein Gefäß mit seinen zermalmten Knochen und der Asche seines verbrannten Fleisches füllt und in dir fühlbar eine entsetzlich schmerzhafte Leere hinterlässt.

Ein ganzes Jahr davor war der Gedanke an den Tod ständig in mir präsent. Ich, die vor Gesundheit und Lebensfreude strotzende, verstand das aber nicht.
Und natürlich bezog ich es auf mich. Schnell beeilte ich mich ein begonnenes Werk fertig zu stellen, um bereit zu sein.
Etwas seltsames geschah auch in diesem Jahr, an zwei verschiedenen Plätzen und verschiedenen Tagen.
Eine beachtliche Schar Krähen kreiste, mit voller Lautstärke rufend, direkt ober mir. Es war nicht die Zeit vor dem Abflug in ihr Sommergefilde. Deshalb verstand ich nicht, warum sie das taten, sie schon?!

Das Foto „Vorahnung“ (siehe unter WERKE) entstand noch vor diesen Ereignissen.

Dann kam er, der Tod, aber nicht um mich zu holen, sondern um mir zu nehmen, und das gleich zwei Mal.

Er nahm mir doppelt, die Tochter und meinen besten Freund.

 

Death and I

Dull, mindless existence of the self.
The stings of everyday life that penetrate the gaping wound whenever I watch others who are alive.
No more calls, no happy togetherness! Nothing and never again!

Paradoxical thoughts are tormenting you. The underground that gets you to work: she will never use it again, and we will never meet there again. And you are forced to watch the living, in paralysing desolation. It was not to be again.

Why, for heaven’s sake? And why she? And why me of all people?
So what remains?

Glorifying the beautiful moments of togetherness and blocking out anything negative between us. Turning away, appalled, from painful memories of the past as captured and immortalised on celluloid. Just don’t intensify the pain, unbearable and inconceivable as it is.

What was once a beloved person now fills a vessel with crushed bones and the ashes of her burnt flesh, leaving a horribly painful emptiness inside of you.

An entire year beforehand, the thought of death had been constantly present within me. Brimming with health and joy of living, I did not understand it.
Naturally I thought that this concerned myself. I hastened to finish a work so as to be prepared.
Something strange also happened in that year, in two different places and on different days.
A formidable flock of crows circled directly over me, calling at the top of their voices. It was not the time for them to depart to their summer grounds. I could not understand why they did it, but perhaps they did?!

The photo “premonition” (see “WORKS”) was taken before these incidents.

Then he came – death – but not to get me but to take from me; and twice at that.

He took from me doubly, my daughter and my best friend.

2014

Und wieder kamen sie aus dem Nichts – unglaublich und doch – bildeten einen schwarzen kreischenden Kreis über mir.
Mir fiel niemand ein, den sie gemeint haben könnten!
Eine Woche später war ich ein altes elternloses Mädchen, eine Waise.
Luise, meine Mutter, wurde geholt.

Ist denn der Tod nicht etwas Natürliches, würde man sofort einwenden.
Nein – das sagt sich nur so leicht!

2014

And again they came from nothingness – incredibly and yet – forming a black shrieking circle above my head.
I could not think of anyone they might be referring to!
One week later I was a parentless old girl, an orphan.
Luise, my mother, had been carried off.
Isn’t death natural, that’s what you might ask.
No – it’s only something people will say without thinking!

 

Der Schrei nach einem „Messias“ oder wer unsere Existenz sichern soll

Wir projizieren unsere Wünsche und unsere Hoffnung an die Zukunft, sprich unsere Existenzwünsche, auf eine uns völlig unbekannte Person, die uns mit seinen Versprechungen geködert hatte.
Ich spreche von dem mit dem Friedenspreis ausgezeichneten Präsidenten, aber im Grunde meine ich alle Politiker und Vertreter des Volkes im eigenen Lande. Die Versprechungen waren ein Lockmittel, um eine Wahl zu gewinnen; dieses Vorgehen sollte uns mittlerweile bekannte sein. Wenn wir bei Verstandeskraft wären, nie hätten wir diese Versicherungen ernst genommen, weil diese prompt nicht durchführbar sind.
Unsere Gutgläubigkeit – ich vermeide die grobe Bezeichnung Dummheit – verhalf diesen Personen zum Wahlsieg. Unser Fehler – geben wir es doch zu! Und was nun? Wir jammern.
Doch jetzt diesen Mann zu verteufeln, wäre unfair. Er hatte ein Geschenk von uns bekommen, nicht nur diesen Wahlsieg, sondern er hat auch den schweren Mühlstein aufgeladen bekommen, an dessen Last sein Vorgänger, der ebenfalls von uns, dem Volk gewählt wurde, großzügig mitgewirkt hatte.
Wir Menschen, die wir so viel Hoffnung in ihn gesetzt hatten, und nicht nur die in seinem eigenen Land, sondern weltweit!
Man möge sich das nur vorstellen, dass ein einziger Mensch, eine solch gewaltige Last tragen muss.
Ist schon klar, dass er eine Rückendeckung in seinen Mitarbeitern hat, aber wir sahen, anfangs, nur die eine Person im glorreichen Licht, ohne den Schatten hinter ihm.
Jetzt stellen wir uns nicht so an, in dem wir vergessen, dass wir diejenigen waren, die ihn gewählt hatten. Bei seinem Sieg (zu dem wir ihm verholfen haben), im Freudentaumel, erwarteten wir nun von ihm, dass er am laufenden Band Kriege beendet, Frieden stiftet, den Wirtschaftssturz, in seiner Übermenschlichkeit voraus ahnend, abfängt, richtige Gesetze erlässt (welche es sind, wissen wir oder wünschen es uns), und somit zu unserem Wohl verhilft. Ja, er wollte gewinnen, und versprach uns Utopisches, nun hat er gewonnen, aber hatten wir vorher überlegt, ob er allen diesen Anforderungen gewachsen war? Wie unmenschlich von uns! Kaum einer wäre bei dieser Last aufrechten Ganges mächtig.
Dass er nicht alleine für seine Wahl gekämpft hatte und von vielen Spezialisten Unterstützung bekam, in Form von Wissen und praktischer Erfahrung, dem widerspricht keiner. Doch wir sehen nur ihn und er ist unser „Messias“.

Könnten wir nicht einen Moment innehalten und realistisch denken? Ob… der Große kann und wird nicht alles retten, selbst wenn ihm ein Saat an Experten zur Seite steht und er es auch selber möchte. Die vorherige Regierung hatte so vieles zerstört und das Gesicht eines mächtigen Reiches, – nehmen wir zum Beispiel Amerika -, das es immer wahren wollte, verloren. Aber nicht weil ein Mann, der jetzige Präsident, bei kaum zu tragender Last ohnmächtig ist, sondern weil wir alle von ihm Unmenschliches erwarten und ihm keine Zeit zugestehen, um sich mit dem Ballast auseinander zusetzen und zufriedenstellende Lösungen zu finden.

Kommen wir auf den Teppich und reden Tacheles!

PRÄSIDENT: Staatsoberhaupt einer Republik; Landesvater(!).
MESSIAS: der verheißene Erlöser; Erretter; steht auch für Befreier.



Clamouring for a „Messiah“ or who is supposed to secure our existence

We project our wishes and hopes for our future, our existence, onto a person completely unknown to us who had lured us with his promises.
I am speaking of the president who was awarded the Peace Prize, while also referring to all politicians and representatives of the people in all countries. The promises were a decoy meant to win an election – a ruse that should have become familiar by now. If our intellect worked properly, we would never have taken these assurances seriously, because they can never be implemented in the blink of an eye.
Our credulity – avoiding the rude term ?stupidity? – helped these people win the elections. OUR fault – let‘s admit it!
And now what? We are whining.
Yet vilifying this man would be just plain unfair. He received our gift, not just this victory, but a heavy millstone as well, a burden liberally co-generated by his predecessor, who was also elected by us, the people.
We, the people who had pinned so many hopes on him, not just the people of his own country, but all over the world!
Just try to imagine this, one single person, expected to carry such an enormous burden!
True enough, he has the support of his staff, but what we saw in the beginning was only the one person bathed in glorious light, without the shadow at his back. Now let’s not act dumb by forgetting that it was we who voted for him. Upon his victory that we helped to attain, in a paroxysm of joy, we now expected him to perform a non-stop series of ending wars and making peace, to stave off the economic slump superhumanly anticipated, and to issue the right laws (and of course we know – or at least wish for – the right ones), thus contributing to our own well-being.
Sure, he wanted to win, so he made utopian promises; now he had won – but had we given any thought to whether he would be up to all of these demands?
What an inhuman attitude! Barely anyone would be able to even walk upright under this burden.
There is no denying that he did not fight his battles alone, that he was supported by many specialists with knowledge and practical experience. Yet we see only him, and he is our ?Messiah?.
How about pausing for a moment to think along more realistic lines? So … the Great One cannot and will not save everything, even if he has the support of a host of experts and sincerely wants to succeed. The previous government had destroyed so much, losing the face of a powerful empire – say the United States – which it wanted to preserve. Not because one man – the current President – is powerless, given the hardly bearable burden, but because all of us expect him to achieve the impossible without granting him time to look into things and to find adequate solutions.

Let’s get back down to earth – let’s get down to brass tacks!

PRESIDENT: Head of state of a republic; father of the nation (!).

MESSIAH: The promised redeemer; saviour; also liberator.

 

2010

Unser Selbstwert

Das Allerschlimmste in unserer Zeit ist der Mangel an Selbstwertgefühl. Und das durch alle Bereiche hindurch.
Man nehme die Politik – der Kampf um die Vormachtstellung gegenüber anderen Interessengruppen;
die Religion – die Unterdrückung Andersgläubiger;
die Wirtschaft – das Hinausdrängen von Kleinbetrieben;
das Finanzwesen – die rücksichtslose Geldgier;
die Kunst – sich hervortun mit jeden Mitteln und um jeden Preis;
die pädagogischen Institutionen – das Unvermögen den Menschen als ein Individuum zu sehen;
die Wissenschaft – die Abwendung von humanem Fortschritt zum finanziellen Gewinn.

Es spiegelt sich in allen Problemen, die dadurch entstehen und die man nicht in Griff bekommt, denn man ist ständig damit beschäftigt, jemandem etwas beweisen zu müssen – und dabei zu überspielen, was man nicht hat, nicht ist und nicht sein kann. Das beginnt schon in den Kindergärten, wird in den Schulen gepflegt und im Berufsleben dann so richtig ausgelebt.

Die Begleiterscheinungen, die deutlich hervortreten, sind Gewalt, Verbrechen, Korruption, Unterdrückung, übertriebene Schmeichelei (Arschkr…), Mobbing, Sucht jeder Art, Frustration, Depressionen und der Tod, selbst gewählter oder nicht.
Wer frei von den erwähnten Erscheinungen ist, der kann sich glücklich schätzen, denn er gehört nicht zu den oben genannten Gruppen der Selbstwertlosen.

Sind denn die sogenannten erfolgreichen Politiker wirklich mächtig?
Ist die Religion der Unterdrücker wirklich die wahre?
Ist ein Großindustrieller glücklicher mit seinem Reichtum auf Kosten kleinerer Unternehmer?
Im Finanzwesen: macht da die Unmenge an Geld wirklich zufrieden?
Kann es eine Kunst sein, Hundekot zu fotografieren?
In den pädagogischen Einrichtungen: bringt es einen glücklichen Menschen hervor, wenn man die Oberhand über den Einzelnen behält?
In der Wissenschaft: ist es nicht am fatalsten, wenn man unsere Welt und die Menschen zerstört, um nur für sein eigenes mickriges Leben genug Geldmitteln zu horten, ohne an die Zukunft der Menschheit zu denken?
Ist es das, was in unserem Innersten tatsächlich steckt, ein A….. zu sein?
Es stellt sich unwillkürlich die Frage, was kann man dagegen tun?

Zuerst sollte man sich fragen, was bringt es mir, wenn ich mich selbst verleugne und nur den vorgegebenen Richtlinien entsprechen möchte.
Bin ich dann ich selbst? Mit Sicherheit nicht!
Das Nächste wäre, zu versuchen, sich selbst zu finden und dabei keine Mühe zu scheuen.
Angst? Die ist auch dabei. Sie zu überwinden wäre eine Kunst, sie ist nämlich der Wegweiser, wo es lang geht, auf dem Weg zum eigenen Ich. Und lächelt uns am Ziel wohlwollend entgegen und ist stolz auf uns, weil wir es geschafft haben, unseren Selbstwert gefunden zu haben.
Was bedeutet der Begriff Wert? Das ist Bedeutsamkeit, das ist Geltung, Anerkennung, Schätzung, Qualität, Würde, Güte, und so weiter, auf eine Person bezogen, auf uns selbst – von uns selbst.

Meine Vision nach der Selbstfindung und richtigen Einschätzung wäre folgende:
Ein friedvolles Zusammenleben und Gerechtigkeit; eine liebevolle Kommunikation zwischen den Gläubigen verschiedener Religionen; ein Wirtschaften auf dem Prinzip „leben und leben lassen“; das Geld unter allen gerecht und im Gleichmaß verteilen; die Kunst als solche sehen und danach handeln; jedem das eigene Ich zugestehen; die Forschung zur Erhaltung unseres Planeten nutzen.

Sie sagen vielleicht, ich bin eine glückliche Naive – da würde ich ihnen zustimmen, ja leider, eine der wenigen.



Self-esteem

The worst thing about our times is the lack of self-esteem that pervades all spheres of life.
Take politics – the struggle for dominance over other interest groups;
Religion – the oppression of people of another faith;
Business – crowding out small enterprises;
Finance – ruthless greed;
Art – showing off by all available means and at any cost;
Educational institutions – the inability to see humans as individuals;
Science – turning from humane progress to financial gains.

This is reflected in all problems that we cannot come to grips with, because we feel constantly obliged to prove something to someone – while glossing over something that we do not have, that we are not and cannot be.

It begins in the nurseries, is cultivated in the schools and fully acted out in working life.
The blatant concomitant effects are violence, crime, corruption, oppression, exaggerated adulation (toadyism), bullying, addictions of all kinds, frustration, depressions and (sometimes self-imposed) death.
Those who are free of such afflictions can count themselves lucky, because they do not belong to the group that lacks self-esteem.

Are the so called successful politicians really powerful?
Is the religion of the oppressors really the true one?
Is an industrial magnate happier with his wealth at the cost of smaller entrepreneurs?
In finance: do oodles of money really make people content?
Can it be art to take pictures of dogs’ mess?
In educational institutions: will anyone be the happier for holding the upper hand over an individual?
In science: isn’t it most fatal if we destroy our world and its inhabitants just in order to amass sufficient means for our own pathetic lives, without any thought for the future of humanity?
Is this really what our innermost being is about – an asshole?

So the question is, what can we do about it?
First of all, we should ask ourselves what we gain when we renounce ourselves, desiring to comply with predefined guidelines.
Will this lead to us being ourselves? Certainly not!
The next step could be to try and find ourselves, sparing no effort.
Fear? It is part of the game. Overcoming it would be a true accomplishment, because it is the guidepost indicating the path to one’s own self. And smiles on us benignly at the finish, proud that we have made it, that we have found our self-esteem.
What is the meaning of „value“? Significance, worth, approval, appreciation, quality, dignity, goodness and so on, related to a person, to ourselves – by ourselves.

Now my vision, after having found oneself and gained a correct appraisal, is the following:
peaceful coexistence and justice; amicable communication between the followers of various religions; economic management based on the principle of ?live and let live?; distributing money justly and uniformly; seeing art as such and acting accordingly; conceding to each person his or her own self; using research for the conservation of our planet.

You might say that I am a happily naïve person – I would agree with you on this point, yes, unfortunately one of the few.

UNSER PLANET UND WIR

Wir, die Menschen, die wir alles zerstören, vernichten, ausrotten, sehen uns als die Krone der Schöpfung?
Wie lange hat es gedauert, bis die Erde, sprich unser Planet, so war, wie wir sie – übernommen – haben?
Und wie lange – im Vergleich zu deren Entstehung bis zu unserem Erscheinen – sind wir hier?
Ist es der Verstand – ein evolutionäres Geschenk an uns, auf den wir ach so stolz sind – der uns dorthin treibt, wo wir jetzt sind?
Das ist es.
Wir dürfen alles.
Wir entfernen alles, wovor wir Angst haben, was uns stört, weil es unbequem oder lästig ist, und natürlich das, was wir nicht brauchen.
Denn was brauchen wir die Elefanten in Afrika und Asien, Wildpferde in Nordamerika und Europa, Bären und Wölfe in europäischen Wäldern, die wilden Lamas in Südamerika?
Gehen wir weiter, nach der Tierwelt kam bekanntlich der Mensch.
Was brauchen wir die Indianer in Nordamerika, die Indios in Südamerika, die Naturvölker in Afrika, Asien, Australien.
Das afrikanisch Volk lassen wir, der Einfachheit halber verhungern, die Aborigines bekommen genügend Alkohol, um sich zu Tode zu trinken.
Wozu brauchen wir Christen im Morgenland, Islamisten im Abendland. Besonders in den Krisenzeiten, was brauchen wir da die Juden überhaupt, nicht nur in bestimmten Ländern. Wozu brauchen wir weltweit die Zigeuner?
Wir, die Krone der Schöpfung, nehmen uns in Bezug auf die Tier- und Pflanzenwelt heraus, die Empfindungen, den Schmerz, den Missstand, ignorieren zu dürfen – welche wir ihr zufügen.
Was ist denn da so Großartiges an uns – ist es das Töten, das Vernichten, die Zerschlagung, die Eliminierung, die Ausrottung?
Und wer sagt, dass das nicht stimmt?
Was tun wir denn Gutes unserem Erdball, ohne hintergründigen Absichten oder gar Selbstbeweihräucherung? Wo wird aus reiner Selbstlosigkeit etwas – aufgebaut, wieder hergestellt, um das Gleichgewicht des Planeten zu erhalten und zu unterstützen, und um – natürlich – zu schützen?
Die, dank unserem Wirken Ausgestorbenen, können wir nie wieder auf unsere Erde zurückholen.
Und das ist noch nicht genug, denn wir arbeiten schon fleißig daran, uns in baldiger Bälde zu reproduzieren, sprich zu klonen. Mir wird bei diesem Gedanken schlecht. Wir sind scheinbar noch zu wenige, so wie wir sind.
Stellen wir uns einmal für einen ganz kurzen Moment, nur einen Sekundenbruchteil, unseren wunderbaren, unvergleichlichen einzigartigen Erdball vor, nachdem wir alles entfernt haben was uns stört, uns ängstigt, was wir nicht brauche können, was unbequem ist, – nur mit unserem grandiosen WIR.

Eine schrecklichere Horrorvision könnte es gar nicht geben.



OUR PLANET AND ALL OF US

We, the human beings who destroy, annihilate, exterminate everything, we see ourselves as the Pride of Creation!
How long did it take the Earth – our planet – to become the way it was when we – took over – ?
And how long – by comparison with its evolution up to our appearance – have we been around?
Is it our intellect – an evolutionary gift on which we pride ourselves – that has driven us to where we now are?
This is it.
We get away with anything.
We remove whatever scares us, annoys us because it is inconvenient or bothersome, and of course everything that we do not need.
For why would we need elephants in Africa and Asia, wild horses in North America and Europe, bears and wolves in European forests, wild llamas in South America? And why stop at this? After all, it is well known that the animal world was followed by humans.
Why would we need North or South American Indians, indigenous peoples in Africa, Asia and Australia?
To simplify matters, we let the Africans starve. Aborigines are supplied with plenty of booze so they can drink themselves to death.
Why would we need Christians in the Orient, Islamists in the Occident?
And, especially in times of crisis, why would we need Jews at all, not only in certain countries? Why would we need Gypsies, wherever in the world?
We – the Pride of Creation – presume to have the right to ignore the feelings, pain, grievances that we cause the world of animals and plants.
What is so great about us – is it the killing, the annihilating, the smashing, the eliminating, the exterminating?
And who can say that this is not true?
What good do we do to our Globe, without hidden intent or even self-adulation?
Where do people build something, restore something, in order to preserve and support the Planet’s balance and, naturally, to protect it – out of pure selflessness?
What has become extinct due to our actions will never be brought back to earth. And as if that weren’t enough, we are busy trying to reproduce – clone – ourselves in the near future. Just thinking about it makes me sick.
It seems there are too few of us as it is.
For one tiny moment, for the fraction of a second, let’s imagine our wonderful, incomparable, unique Globe after we have got rid of whatever annoyed us, scared us, was inconvenient, whatever we had no use for – imagine it with nothing but this terrific OURSELVES.

Surely there is no horrific vision worse than this.



2009

ZUM ALBUM

Ich musste herzhaft lachen, als ich den Artikel von Andreas Feiertag „Der Mann am Ende“, las:
Männern hat die Natur einen Geburtsfehler in den Zellkern geschmuggelt: ein in Richtung Untergang schrumpfendes Y-Chromosom. Über das gar nicht starke Geschlecht.

Seit vielen Jahren versuche ich die Antwort auf meine Frage zu finden, warum die Männer seit Jahrhunderten so gewaltig das weibliche Geschlecht, sprich die Frau, bekämpfen.
Die Frage WARUM, lag mir damals dauernd auf der Zunge.

Die Panik der Männer vor dem Aussterben liegt in ihrem Unterbewusstsein verborgen. Ohne dass es ihnen bewusst ist, handeln sie instinktiv, um ihre Spezies zu erhalten und das seit Jahrtausenden.

Um auf diese Frage WARUM eine akzeptable Antwort zu bekommen, vertiefte ich mich in die Literatur der Religionen und Volksbräuche verschiedener Kulturen. In manchen gab es vor vielen Jahren Matriarchate, diese gingen an der kriegerischen Einstellung der männlichen Untergebenen unter der Wunsch nach Macht war doch stärker als die Friedfertigkeit.

Der Mann versucht mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, seinen Fortbestand aufrecht zu erhalten, weil, siehe Artikel von A. Feiertag, es ihn im Grunde in baldiger Bälde, 100.000 Jahren lt. Genetikern, nicht mehr geben wird.
An seinem Verschwinden ist er aber großteils selbst schuld.
Da spielt die blinde Besessenheit in seinem Kampf gegen die Frau eine große Rolle.
So sehe ich es.
Nehmen wir die von Männern dominierten verschiedenen Wirtschaftszweige, ausgerichtet auf das von ihnen vorgegebene Frauenbild. Bei welchen Produkten sich die Wirtschaft am Selbstwertgefühl der Frau nicht nur bereichert, sondern sie in Wirklichkeit damit destabilisiert?
Mir ist durchaus bewusst, das auch Frauen in diesen Wirtschaftssparten vertreten sind, aber schauen wir uns an, in welchen führenden Posten da die Frau dem Manne überlegen ist?
Wie sehen die finanziellen Einkommensunterschiede zwischen Frau und Mann in diesen Positionen aus?
Wieder ist sie, die Frau, die Unterlegene! – und warum?

Mir fallen da so manche Bereiche ein, die sich die Männer zu Recht gebogen haben, wo sie die Frauen noch zu bekämpfen hatten. Darunter fällt die Religion als Hauptbereich. Zuerst mal Angst machen, dann unterwerfen und parallel dazu das Verbieten aller Formen geistiger Weiterbildung.

Vor geraumer Zeit las ich die Information, dass die durch eine Samenzelle penetrierte Eizelle zunächst weiblich ist, das heiß für mein Verständnis eine Frau; erst als sich das männliche Y-Chromosom einfindet, wird aus der Frau ein Mann. Damals wurde mir der Grund des Kampfes gegen unser Geschlecht klar.

Lt. A. Feiertag: „Denn die Frau hat heute die Gentechniker auf ihrer Seite (welche Ironie – Anm. v. Irina Dar). Der produktiven Weiterentwicklung hin zu einer Fortpflanzung, die gänzlich ohne Mann auskommt, wurden in den vergangenen Jahren alle Türen und Tore geöffnet. – Schwanger werden ohne Samen zu brauchen“.

Nicht aus Adams Rippe ward die Frau, sondern – Adam war vorher Eva!

Somit ist das Matriarchat als natürlich zu erklären.

Gott muss es gewusst haben!

In welcher Verfassung schrieb er seine Gebote und Verbote?

Da es dem Menschen am Anfang seiner Zeit an Bildung und Verstand mangelte, war er furchtsam, die Angst um seine Existenz sehr groß. Somit war es ein Leichtes, ihm die Angst zu erhalten.
In so manchen Ländern, nicht nur in afrikanischen, arabischen, asiatischen, südamerikanischen, sondern auch in europäischen, wird es noch so gehandhabt. Da wird auch die Bildung denen, die sie möchten, viel zu oft abgesprochen. Wenn einer nichts weiß wird er auch nichts in Frage stellen „Wissen ist Macht“ und am wenigsten wird sie der Frau zuerkannt.

Und jetzt ist mir klar warum.

Mir ist dann das Lachen dann doch vergangen, weil ich mir die Welt ohne Männer, ohne emanzipierten natürlich, nicht vorstellen kann und will.

Matriarchat – Mutter – oder Frauenherrschaft
Patriarchat – Vaterherrschaft, – recht
Selbstbewusstsein – das Gefühl vom Wert der eigenen Person (Selbstwertgefühl), von sich
selbst überzeugt, sicher, siegessicher, stolz, souverän
Unterdrückung – Behinderung, Fessel, Unfreiheit, Zwang, Versklavung, Tyrannisierung,….
Geschlecht – Art, Rasse, Gattung, Spezies
weiblich – dem befruchtbaren Geschlecht zugehörig; weich, fraulich = weiblich-mütterlich
weibisch – verweichlicht, unmännlich, ängstlich
männlich – standhaft, mutig, kräftig

 

About an article in the Standard ALBUM

I laughed out loud when I read an article by Andreas Feiertag entitled “The End of Man”.
Nature has smuggled a birth defect into man’s cell nucleus: a Y-chromosome that shrinks towards extinction. About the definitely not so strong sex.

Many years I had tried to find an answer to my question why men have fought against women – the female sex – for centuries.
The question – WHY – was constantly on my mind.

Men’s fear of extinction lies hidden in their subconscious. Without being aware of it, they have acted instinctively in order to preserve their species – for thousands of years.

To find an acceptable answer to my question about the WHY, I began to delve into literature about religions and customs of various cultures. A long time ago, some of them had matriarchies that finally perished as a result of the belligerent mindset of the male subjects, the desire for power proved stronger than the love of peace.

Man tries to preserve his survival with any available means, because „ see Feiertag’s article“ he will actually vanish quite soon (in about 100,000 years’ time according to geneticists).
Yet for the most part, he must blame himself for his demise; his blind obsession with battling women plays a significant role.
This is how I see it.
Let’s take the various male-dominated business sectors that are devoted to men’s image of women. All those products on which business gets rich, not just by making use of women’s self-esteem but ultimately by destabilising them!
I am perfectly aware that women are also represented in these businesses, but mostly in inferior positions. And what about the income gap between women and men in those positions?
Again she, WOMAN, is the underdog; and why should it be like this?

I can think of lots of other areas that men have bent into shape to their advantage in their fight against women, religion being a major one. First frighten people, then subdue them, denying them access to learning and knowledge

Some time ago I read that the ovum, penetrated by a sperm cell, starts out female „a woman as I understand it“ and only turns into a man once the male Y-chromosome joins the game. And I suddenly understood what the battle is all about.

A. Feiertag writes: “Woman has the genetic engineers on her side (what an irony – Irina Dar’s note). Over the last years, all gates were thrown open for reproductive development towards reproduction without any male participation. Pregnancy that does without sperm”.

So woman did not originate from Adam’s rib, but Adam developed from Eve!

Matriarchy is a natural institution.

God must have known!

How did he go about writing his commandments and interdictions?

Since the early humans lacked education and intellect, they were afraid, fearing for their existence. Keeping them in a state of fear was easy enough.
In many countries, not just African, Arab, Asian, South-American but also European, the approach has remained the same. All too often, people are denied access to knowledge. Ignorant people are not prone to questioning and challenging „ knowledge is power“ and women are deemed worthy of knowledge least of all.

And now I know why!

But then I didn’t feel like laughing anymore, because I cannot and do not want to imagine the world without (emancipated) men.

Matriarchy – Rule by mothers or women
Patriarchy – Rule by fathers, paternal
Self-confidence – Perception of one’s own value (self-esteem), being self-assured, confident, certain of csuccess, proud, sovereign
Oppression – Impediment, fetter, bondage, coercion, enslavement, bullying, ….
Sex – Breed, race, genus, species
Female – Belonging to the pregnable sex; soft,feminine = female/motherly
Womanish – Effeminate, unmanly, timid
Male – Steadfast, courageous, able-bodied

ZUM ALBUM

Ich musste herzhaft lachen, als ich den Artikel von Andreas Feiertag „Der Mann am Ende“, las:
Männern hat die Natur einen Geburtsfehler in den Zellkern geschmuggelt: ein in Richtung Untergang schrumpfendes Y-Chromosom. Über das gar nicht starke Geschlecht.

Seit vielen Jahren versuche ich die Antwort auf meine Frage zu finden, warum die Männer seit Jahrhunderten so gewaltig das weibliche Geschlecht, sprich die Frau, bekämpfen.
Die Frage WARUM, lag mir damals dauernd auf der Zunge.

Die Panik der Männer vor dem Aussterben liegt in ihrem Unterbewusstsein verborgen. Ohne dass es ihnen bewusst ist, handeln sie instinktiv, um ihre Spezies zu erhalten und das seit Jahrtausenden.

Um auf diese Frage WARUM eine akzeptable Antwort zu bekommen, vertiefte ich mich in die Literatur der Religionen und Volksbräuche verschiedener Kulturen. In manchen gab es vor vielen Jahren Matriarchate, diese gingen an der kriegerischen Einstellung der männlichen Untergebenen unter der Wunsch nach Macht war doch stärker als die Friedfertigkeit.

Der Mann versucht mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, seinen Fortbestand aufrecht zu erhalten, weil, siehe Artikel von A. Feiertag, es ihn im Grunde in baldiger Bälde, 100.000 Jahren lt. Genetikern, nicht mehr geben wird.
An seinem Verschwinden ist er aber großteils selbst schuld.
Da spielt die blinde Besessenheit in seinem Kampf gegen die Frau eine große Rolle.
So sehe ich es.
Nehmen wir die von Männern dominierten verschiedenen Wirtschaftszweige, ausgerichtet auf das von ihnen vorgegebene Frauenbild. Bei welchen Produkten sich die Wirtschaft am Selbstwertgefühl der Frau nicht nur bereichert, sondern sie in Wirklichkeit damit destabilisiert?
Mir ist durchaus bewusst, das auch Frauen in diesen Wirtschaftssparten vertreten sind, aber schauen wir uns an, in welchen führenden Posten da die Frau dem Manne überlegen ist?
Wie sehen die finanziellen Einkommensunterschiede zwischen Frau und Mann in diesen Positionen aus?
Wieder ist sie, die Frau, die Unterlegene! – und warum?

Mir fallen da so manche Bereiche ein, die sich die Männer zu Recht gebogen haben, wo sie die Frauen noch zu bekämpfen hatten. Darunter fällt die Religion als Hauptbereich. Zuerst mal Angst machen, dann unterwerfen und parallel dazu das Verbieten aller Formen geistiger Weiterbildung.

Vor geraumer Zeit las ich die Information, dass die durch eine Samenzelle penetrierte Eizelle zunächst weiblich ist, das heiß für mein Verständnis eine Frau; erst als sich das männliche Y-Chromosom einfindet, wird aus der Frau ein Mann. Damals wurde mir der Grund des Kampfes gegen unser Geschlecht klar.

Lt. A. Feiertag: „Denn die Frau hat heute die Gentechniker auf ihrer Seite (welche Ironie – Anm. v. Irina Dar). Der produktiven Weiterentwicklung hin zu einer Fortpflanzung, die gänzlich ohne Mann auskommt, wurden in den vergangenen Jahren alle Türen und Tore geöffnet. – Schwanger werden ohne Samen zu brauchen“.

Nicht aus Adams Rippe ward die Frau, sondern – Adam war vorher Eva!

Somit ist das Matriarchat als natürlich zu erklären.

Gott muss es gewusst haben!

In welcher Verfassung schrieb er seine Gebote und Verbote?

Da es dem Menschen am Anfang seiner Zeit an Bildung und Verstand mangelte, war er furchtsam, die Angst um seine Existenz sehr groß. Somit war es ein Leichtes, ihm die Angst zu erhalten.
In so manchen Ländern, nicht nur in afrikanischen, arabischen, asiatischen, südamerikanischen, sondern auch in europäischen, wird es noch so gehandhabt. Da wird auch die Bildung denen, die sie möchten, viel zu oft abgesprochen. Wenn einer nichts weiß wird er auch nichts in Frage stellen „Wissen ist Macht“ und am wenigsten wird sie der Frau zuerkannt.

Und jetzt ist mir klar warum.

Mir ist dann das Lachen dann doch vergangen, weil ich mir die Welt ohne Männer, ohne emanzipierten natürlich, nicht vorstellen kann und will.

Matriarchat – Mutter – oder Frauenherrschaft
Patriarchat – Vaterherrschaft, – recht
Selbstbewusstsein – das Gefühl vom Wert der eigenen Person (Selbstwertgefühl), von sich
selbst überzeugt, sicher, siegessicher, stolz, souverän
Unterdrückung – Behinderung, Fessel, Unfreiheit, Zwang, Versklavung, Tyrannisierung,….
Geschlecht – Art, Rasse, Gattung, Spezies
weiblich – dem befruchtbaren Geschlecht zugehörig; weich, fraulich = weiblich-mütterlich
weibisch – verweichlicht, unmännlich, ängstlich
männlich – standhaft, mutig, kräftig

 

About an article in the Standard ALBUM

I laughed out loud when I read an article by Andreas Feiertag entitled “The End of Man”.
Nature has smuggled a birth defect into man’s cell nucleus: a Y-chromosome that shrinks towards extinction. About the definitely not so strong sex.

Many years I had tried to find an answer to my question why men have fought against women – the female sex – for centuries.
The question – WHY – was constantly on my mind.

Men’s fear of extinction lies hidden in their subconscious. Without being aware of it, they have acted instinctively in order to preserve their species – for thousands of years.

To find an acceptable answer to my question about the WHY, I began to delve into literature about religions and customs of various cultures. A long time ago, some of them had matriarchies that finally perished as a result of the belligerent mindset of the male subjects, the desire for power proved stronger than the love of peace.

Man tries to preserve his survival with any available means, because „ see Feiertag’s article“ he will actually vanish quite soon (in about 100,000 years’ time according to geneticists).
Yet for the most part, he must blame himself for his demise; his blind obsession with battling women plays a significant role.
This is how I see it.
Let’s take the various male-dominated business sectors that are devoted to men’s image of women. All those products on which business gets rich, not just by making use of women’s self-esteem but ultimately by destabilising them!
I am perfectly aware that women are also represented in these businesses, but mostly in inferior positions. And what about the income gap between women and men in those positions?
Again she, WOMAN, is the underdog; and why should it be like this?

I can think of lots of other areas that men have bent into shape to their advantage in their fight against women, religion being a major one. First frighten people, then subdue them, denying them access to learning and knowledge

Some time ago I read that the ovum, penetrated by a sperm cell, starts out female „a woman as I understand it“ and only turns into a man once the male Y-chromosome joins the game. And I suddenly understood what the battle is all about.

A. Feiertag writes: “Woman has the genetic engineers on her side (what an irony – Irina Dar’s note). Over the last years, all gates were thrown open for reproductive development towards reproduction without any male participation. Pregnancy that does without sperm”.

So woman did not originate from Adam’s rib, but Adam developed from Eve!

Matriarchy is a natural institution.

God must have known!

How did he go about writing his commandments and interdictions?

Since the early humans lacked education and intellect, they were afraid, fearing for their existence. Keeping them in a state of fear was easy enough.
In many countries, not just African, Arab, Asian, South-American but also European, the approach has remained the same. All too often, people are denied access to knowledge. Ignorant people are not prone to questioning and challenging „ knowledge is power“ and women are deemed worthy of knowledge least of all.

And now I know why!

But then I didn’t feel like laughing anymore, because I cannot and do not want to imagine the world without (emancipated) men.

Matriarchy – Rule by mothers or women
Patriarchy – Rule by fathers, paternal
Self-confidence – Perception of one’s own value (self-esteem), being self-assured, confident, certain of csuccess, proud, sovereign
Oppression – Impediment, fetter, bondage, coercion, enslavement, bullying, ….
Sex – Breed, race, genus, species
Female – Belonging to the pregnable sex; soft,feminine = female/motherly
Womanish – Effeminate, unmanly, timid
Male – Steadfast, courageous, able-bodied

2008

OLYMPIADE 2008 IN CHINA

Schon vor langer Zeit musste ich über das Stattfinden der Olympischen Spiele 1936 in Berlin, im damaligen nationalistischen Deutschland staunen.
Das konnte ich es nur so verstehen, dass damals noch keiner gewusst hatte, was dann folgen würde, was sich aus der zerstörten demokratischen Republik unter Hitler entwickeln würde.

Doch heute – die Olympischen Spiele in China?!

Mein Interesse am Sport ist schon seit langem erloschen, ich kann mich nicht dazu aufraffen irgendeine Sportübertragung im TV anzusehen. Der Sport hat nicht mehr das Fairplay von einst, von dem ich, in meiner Naivität (?), nicht ablassen kann:
Dem nach ist der Sport eine Tätigkeit, die meist um ihrer selbst willen und aus Freude an der

Überwindung von Schwierigkeiten ausgeübt wird, die zu fairen Verhalten anspornen, die Menschen verschiedener Herkunft und Kulturbereiche zum gemeinsamen Wettkampf zusammenführen und Verständnis für einander wecken soll – schöner Spruch aber veraltet – wie es scheint.

Heutzutage ist der Sportler in meinen Augen wie die Prostituierten, dem IOC unterworfen, die ihr Können auf (Gold) Geld ausgerichtet haben – hart aber wahr!

Ich glaube ein leises aufgeregtes Murren im Raum zu vernehmen: ihr Künstler seid nicht anders… da stimme ich zu, aber hier geht es um die Olympischen Spiele in China!!! Diese Veranstaltung ist ein Geschäft wie jedes andere und somit kein Sport.

Die Olympischen Spiele werden von IOC veranstaltet und dieses Komitee ist ein geldgieriges jede freie Meinung verbietender despotischer Verband. Für sie ist der Sportler eine Ware die sie anbieten und mit dieser Ware veranstalten sie einen Konkurrenzkampf wie auf einem feilschenden Markt wobei für sie ein immenser Gewinn abfällt wenn sich die Sportler gegenseitig überspielen bis zum Limit – letzten Tropfen Kraft und Moral – gehen. Etwas was der IOC kaum unter die Haut geht, solange es innerhalb der von ihren vorgegebenen Regeln bleibt. Freie Meinung beziehungsweise Äußerung ist kontraproduktiv – also nonkonformistisch.

Zurück zu China. Der Spitzensportler ist nun mal daran interessiert an den Olympischen Spielen teilzunehmen, versteht sich – aber als Unmündiger?

Hat sich der Zeiger der Zeit zurückgedreht?
Sind wir im Jahre 1936?
Sind wir wieder die feigen Stillhalter?

Es dreht sich alles NUR um das Geschäft, ein uraltes, monströses, gieriges Ungeheuer mit unzähligen Untertanen. Unter ihnen als zweites nach dem Land China die IOU (ein Schreibfehler) ich meinte die IOC.
Nun es ist klar menschenrechtsfreundliche Politik war immer schon geschäftsfeindlich.

In diesem Jahr 2008 ist die Bühne des inszenierten sportlichen Marionette(Athleten)-Theater CHINA.

Geschäft: Transaktion,Verkauf, Nutzen, Vorteil, Profit, Ausbeutung

sich prostituieren: sich verkaufen, sich zur Verfügung stellen für Geld, sich hergeben

geschäftstüchtig: kaufmännisch geschickt , schlau, wendig, trickreich, gerissen, durchtrieben

Sport: Körperertüchtigung, Körperkultur, Leidenschaft, Passion, Liebhaberei

sportlich: athletisch, gut gebaut, kräftig, knackig, fesch



OLYMPIC GAMES 2008 IN CHINA

A long time ago I was amazed when I learned about the Olympic Games 1936 in Berlin, in the Germany of National Socialism.
I did tell myself, though, that at that time,
no one knew what would follow, what would emerge from the destroyed democratic republic under Hitler.

But today – Olympic Games in China?!

My interest in sports has lapsed long ago; I cannot get myself to watch any sports broadcast on TV. The sports business has lost its fair play, which I still crave, naive as I seem to be.
According to this notion, sports are activities performed for their own sake and for the joy of overcoming difficulties, which spur you on to behave in a
fair manner, bring together people of differing extraction and cultural spheres and to inspire understanding for each other – a beautiful slogan but obsolete, or so it seems.

These days, I see athletes as prostitutes, subordinated to the IOC, with their abilities geared to (gold) cash – harsh words, but true all the same!

Do I hear a low but agitated grumbling: but you as artists, you are no different … well, I do agree, but this is about the Olympic Games in China!!! This event is a business like any other, nothing to do with sports.

The Olympic Games are organised by the IOC, a money-grubbing despotic committee that forbids any kind of free opinion. To them, athletes are a merchandise to be offered for competition purposes to haggling market vendors, pocketing enormous profits when the athletes outdo each other, going to the limit – to the last drop of strength and morality. But this hardly bothers the IOC, as long as everything remains within the limits of present rules. Free opinion and free expression are counterproductive, i.e., non-conformist.

Back to China. Top athletes are interested in participating in the Olympic Games, this goes without saying – but as immature individuals?

Have the hands of time turned back?
Are we back in 1936?
Are we keeping still once more?

Everything revolves around NOTHING BUT business, an ancient, monstrous and greedy ogre with countless subjects. Among them – right after the Chinese state – the IOU (a typo – I meant to say IOC).
To be sure, politics that
endorse human rights have always been bad for business.

In the current year 2008, the stage of the orchestrated puppet (athlete) theatre is CHINA.

Business: Transaction, sale, gain, benefit, profit, exploitation

Prostitute oneself: sell oneself, make oneself available for money,
stoop to doing

Business acumen: commercially adept, cunning, agile, wily, sawy, sly

Sports: fitness training, physical culture, fervour, passion, hobby

Athletic: well built, beefy, firm, handsome

WAS IST KUNST ?

Eine Frage, die oft an den Künstler gestellt wird und er versucht sie zu beantworten.
Nur fällt mir, als Künstlerin selbst, eine allumfassende Antwort schwer. Darum versuche ich es umgekehrt, um auf die Frage befriedigend zu antworten, stelle ich selber all die Fragen die die Kunst betreffen, um zu zeigen wie komplex, nicht erfassbar die richtige Antwort ist, die die Kunst vollständig definiert.

Was ist Kunst
Wo fängt die Kunst an
Wo hört die Kunst auf
Wozu ist Kunst da
Wer braucht die Kunst
Was bewirkt die Kunst
Brauchen wir die Kunst und warum
Wen betrifft die Kunst
Wohin führt die Kunst
Ist die Kunst politisch, religiös, sozial
Darf die Kunst sich in Politik und Religion eingreifen
Wirkt die Kunst gemeinnützig
Ist die Kunst Gesellschaftsklassen bedingt
Wer ist ein Künstler
Wie ist ein Künstler
Wann ist er ein Künstler
In welchen Bereichen ist die Kunst vertreten
In welchen Bereichen ist die Kunst vertretbar
Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Hobby
Wo ist die Grenze zwischen Kunst und Kitsch
Ist Kunst leicht
Ist Kunst schwer
Warum wird man KünstlerIn

Derjenige der all diese Fragen glaubhaft beantworten kann, hat die Kunst im Ganzen erfasst.
Die Kunst jeden Künstlers ist seine persönliche – quasi codierte – Sprache. Der Unterschied zum Hobby ist der, das der Künstler auf seine Art mit den Farben, Formen, dem Material sprechen will und damit etwas bewirken, aussagen – in Assoziationen, Metaphern, wie in der Schriftsprache auch. Pauschale Erklärung existiert meiner Meinung nach nicht, es ist ein vielschichtiges, weitgreifendes Ganzes.
Die Kunst ist individuell und natürlich steht sie auch im Zusammenhang mit dem Zeitgeist, politischer Lage, Weltgeschehen, Weltansicht!

Ein Künstler fragt nicht ob dass was er macht Kunst ist, er tut es. Weil er nicht anders kann – nämlich auf seine eigene ART zu sprechen!
Ich spreche hiermit nicht nur für mich, sondern auch für alle Künstler!

Nun gut, jetzt sollte ich das nahe liegende tun, nämlich über meine Kunst schreiben. Wie die meisten Künstler auch, versuche ich die Kunst für mich selbst zu definieren.
Was ist meine Kunst – wenn ein Thema unaufschiebbar in Öl oder anderem Material ausgedrückt werden will.
Die Art wie, ist nicht unwichtig, ich persönlich lasse den Filter, den sich so mancher Künstler an den diversen Ausbildungsmöglichkeiten zugelegt haben oder zulegen mussten, nicht zu, das heißt ich stelle keine Forderungen an mich aus dem Vergleiche mit den anderen, namhaften Künstlern. Ich lasse es einfach aus mir „heraus“ – eine Idee, die sich in meinem Kopf manifestierte – in meiner Ausdrucksart, meiner Sprache.

Manchmal stelle ich im Nachhinein fest, dass es in ähnlicher „Sprache“ bereits gesagt wurde – nur das bestätigt, dass wir Künstler auf bestimmter Ebene gleiches empfinden und die gleiche Ausdrucksform suchen.

Ich finde Kunst ist so vieles – und das Wort selbst drückt zu wenig aus.

Nun was Kunst wirklich ist, wird eigentlich von den so genannten Kunstexperten, den Kunstkritikern bestimmt und eingeschränkt. Meistens sind diese Experten bei keiner künstlerischen „Geburt“ dabei gewesen und selten hatten sie sich wirklich, für den zündenden Gedanken, der zu dem Werk beitrug, interessiert. Es spielen andere Kriterien in ihren Urteilen bzw. Interpretationen und Festlegung der Werke. Oft musste ich erleben, dass die Experten das eine oder andere Werk ganz falsch erklärten. Das liegt zum Teil daran, dass der Künstler selbst seine Sicht zu dem Werk nicht preisgegeben hatte. Das traurige daran ist, dass die wahre Aussage der Arbeit dabei verloren geht.

Künstler: Erschaffer, Kunstschaffender, Schöpfer, Experte, Meister; Urheber

künstlich: unecht; imitiert; nachgemacht; gekünstelt, unnatürlich; zwanghaft; maniriert.



WHAT IS ART ?

It is a question artists are frequently asked, and so they try to answer it. Now I as an artist find it difficult to give an all-encompassing answer. This is why I try it the other way round; in order to give a satisfactory answer, I ask all questions related to art in order to show the complexity and unascertainability of the correct answer that is supposed to define art in its entirety.

What is art
Where does art begin
Where does art end
What is art for
Who needs art
What does art bring about
Do we need art, and why
Who is affected by art
Where does art lead to
Is art political, religious, social
May art interfere with politics and religion
Does art serve the public good
Is art connected with social classes
Who is an artist
What are artists like
When are people artists
In which areas is art represented
In which areas can art be justified
What is the difference between art and hobby
Where is the borderline between art and kitsch
Is art simple
Is art difficult
Why do people become artists

Whoever can answer all of these questions in a credible manner has grasped art in its entirety.
Every artist’s art is his or her personal – quasi coded – language. Unlike a hobby, it is characterised by the fact that the artist wants to speak in his or her own way through colours, forms, and materials, thus making an impact, conveying a meaning – in associations, metaphors, just as in our written language. I believe that there are no overall explanations; rather, it is a multi-faceted and far-reaching whole.
Art is an individual affair, and it is certainly linked to zeitgeist, the political situation, world affairs, outlooks!

Artists do not ask if what they do is art, they just do it. They cannot do otherwise; they need to speak in their own FASHION!
I do not speak for myself alone but for all artists!

Very well, I think I should now do the obvious and write about my art. Like most artists, I try to define art for myself.
What is my art if expressing a topic in oil or some other material cannot be delayed?
How this is done is rather important. As far as I am concerned, I do not tolerate the filter acquired (perhaps involuntarily) by many artists as a result of various courses of instruction and training, i.e., I do not make any demands on myself that derive from the comparison with other – well-known – artists. I just let things “flow freely” – such as an idea that manifested itself in my head – and I use my own manner of expression, my own language.

Sometimes I find with hindsight that it has already been said in a similar “language”; it shows that on a specific level, artists feel in a similar way and seek the same form of expression.

I think that art encompasses such a lot of things – and the word itself expresses far too little.

The essence of art is actually defined and limited by the so-called art experts and art critics. As a rule, these experts have not been present at any artistic “birth”, and they have seldom been truly interested in the spark, the thought that contributed to the work. They use quite different criteria for their judgments or interpretations and definitions of works of art. I have frequently witnessed how experts gave a completely false interpretation of a work. This is partly due to the fact that the artist had not revealed his or her own view of the work. Then the intrinsic meaning of the work remains hidden, which is a pity.

Artist: maker, creator, expert, master; initiator

artificial: fake; forged; counterfeit; contrived, unnatural; constrained; mannered

 

2007

Arroganz der Medien

Wenn ich die Artikel über Prominenz lese, wird mein Haar noch grauer, aber nicht aus Verzweiflung, sondern über die Arroganz die die Medien besitzen, indem sie glauben uns einreden zu können, wer oder was schön ist, wie wer liebenswert wird und mit welchen Mittelchen das zu bewerkstelligen sei.

Man muss sich nur eine Zeitung zur Hand nehmen und dort wird einem schon gesagt, wer oder was als schön, geistreich, intelligent, begabt gesehen werden darf, und das vehement.

Ausgedörrte, mumiengeräucherte, Haut- und Knochengestelle mit Schminken zu gespachtelte Liftingsnarben – Haut Couture -Trägerinnen sind für uns als Vorbild zu gelten. Vor allem weil wir selber eigener Urteilskraft nicht habhaft sind.

Aber abgesehen von den Behelfs zu Perfektion liebenswerten Schönheit:

Die Hilfestellung, die hiermit uns angeboten wird, um die wahre Schönheit zu erkennen!

-wenn ich mir die schöne englische Kronprinzessin Anne ansehe, denke ich, die Medien wollen der Liselotte Müller von der rechten Alm auf der linken Bergseite in…, damit sagen, dass sie sich keine Komplexe einreden soll angesichts ihres Aussehens, den Schönheit ist, laut Medien, relativ – oder doch nicht?

Das betrifft aber nicht nur Anne, wir haben in unserem Lande auch solche „königliche“- schöne Erscheinungen, die mit ihrer Schönheit das ganze Blatt einer Zeitung füllen. Und es wird immer und immer wieder über die gleichen Personen geschrieben. Man möchte meinen diese machen sich bei den Medien unentbehrlich, so dass diese nicht anders können, als uns mit den gleichen „Vorbildern“ zu beglücken.

Was ist der wahre Grund, warum die Medien immer in dem gleichen Topf wühlen oder sind diese zu bequem um nach wahrer Schönheit Ausschau zu halten?
Ich kann mir nicht vorstellen, das der Leser uninteressiert ist an einer anderen Person, es gibt doch von diesen mehr als genug, aber da wird immer und immer wieder das gleiche zum Papier gebracht, bis es einem zum Hals hinaus hängt.

Auf der Strecke bleiben natürlich die benutzten Personen, scheinbar unfähig sind die Gefahr der Abgedroschenheit zu sehen.

Wenn mir die eine oder andere Zeitschrift, vor dem Lesen, aus der Hand fällt, denke ich, das war ein Wink des Schicksals und es meinte gut mit mir!

Schön: die Sinne und Empfindungen angenehm berührend, von harmonischer Form, wohlgestaltet

Schönheit: die aus der Ordnung von Teilen entsteht; Eben-maß; Symmetrie

Abgedroschen: zu oft gebraucht, abgegriffen, durch zu vieles Anfassen abgenutzt

Vorbild: Person, die nachgeahmt wird, die man als Beispiel nehmen sollte



Madia`s Arrogance

When I read articles about celebrities, I sprout even more grey hair, but not from despair but because of the media’s arrogance – to believe they can tell us who or what is beautiful, how to become lovable, and what stuff we need to bring this about.

All you need is get hold of a journal, and they will tell you – and forcibly, too – whom or what to regard as beautiful, witty, intelligent, gifted.

Parched mummy-like skin, bony frames, facelift scars concealed under multiple layers of make-up – those couture wearers are supposed to be our role models. Most notably because we have no power of judgement of our own.

But apart from the aids for perfecting lovable beauty:

What about the assistance offered for recognising true beauty?

– when I look at the beautiful Anne, Princess Royal of Great Britain, I think what the media try is telling Liselotte Müller from the right-hand mountain pasture on the left-hand side of the mountain in … not to develop a complex because of the way she looks, for beauty is in the eye of the beholder – or perhaps this is not what they are saying?

But this is not just about Anne; our country also has such „royally“- beautiful apparitions filling entire journal pages with their beauty. And they keep writing over and again about the same persons. It would appear that these persons have become indispensable to the media so that the latter cannot but bestow their “role models” on us.

What is the reason for the media’s rummaging in the same pot all the time – perhaps they are too lazy to watch out for true beauty?
I cannot believe that readers are not interested in other persons, surely there are more than enough out there, but still the same stuff is put on paper time and again, until you get completely fed up with it.

Naturally, the “used” persons fall by the wayside, obviously unable to see the danger of hackneyedness.

If I drop one or the other journal before I read it, I believe in a stroke of fate – evidently with my best interest in mind!



Beautiful: pleasurably touching the senses and sensations, of harmonious form, comely

Beauty: results from the regularity of parts; harmony; symmetry

Hackneyed: used too often, worn out due to being touched too often

Role model: A person who is being imitated, who should be used as an example

MAI 2007

Es geschieht manchmal etwas, das einem den Atem und die Sprache nimmt. Das mit dem Atem beeilte ich mich schnellstens in den Griff zu bekommen, jedoch mit der Sprache hatte es in den letzten Monaten nicht geklappt. Deshalb kamen auch keine Worte aufs „Papier“.
Es kommt halt auch bei mir vor, dass ich sprachlos bin – doch jetzt sprudelt es förmlich aus mir – der Rede-Schreib-Fluss – und damit zum Mai 2007!

Ich persönlich lese Zeitungen um Information zu bekommen und nicht Instruktionen.
Ja mir ist schon klar, dass das eine mitunter das andere auf subtiler Weise bewirkt, doch ich bin ein mündiges Wesen mit eigener Meinung, wobei ich mir erlaube diese notwendigen Falls zu korrigieren und schäme mich dessen nicht. Dies hat etwas mit geistigem Wachsen zu tun, – habe ich gelesen!
Zurück zur Zeitung und Zeitschriften, zu Papiermedien, die meiner Meinung nach sich eine Arroganz und Perfidität zugelegt haben, ich frage mich, wer ihnen dieses gestattet hat – etwa wir – sprich LeserInnen?
Dann muss ich wiederholt fragen, wozu brauchen sie diese penetranten Werbekampagnen für ihr Gedrucktes – werden sie ihre Erzeugnisse nicht los?
Oh, sie werden erwidern, der Konkurrenzkampf zwingt sie dazu – was steckt hinter ihrer Lesequotengeilheit etwa Geldgier? Und wo bleibt die Qualität?
Glauben sie den wirklich, dass es geistige Analphabeten sind, die ihre Artikel lesen sollen? Wie entwürdigend für diese Medien, die nur solche LeserInnen ansprechen wollen.
Wenn man bedenkt wie viele in gleicher Weise gestaltete, sogar mit den gleichen Fotos versehene Publikationsmitteln im Umlauf sind.
Natürlich – jeder will verdienen, egal um welchen Preis – nein nicht nur um jeden Preis, sondern hauptsächlich um den der Qualität und auf Kosten anderer. Die Gier macht so manchen Berichterstatter zum Erfinder und für sie sind die Konsumenten ihrer Erzeugnisse dann die Dummen, so oder so.
Nun gut, es steht mir zu bei der Auswahl meiner Informationsquelle wählerisch zu sein. Mein Papierkorb, der von mir gelesenes Informationsmaterial empfängt, bleibt meistens leicht und geräumig!

Reportage : Ausgedachtes; Erfundenes; – statt Lage- bzw. Tatsachenbericht

Zeitschrift : Klatschblatt, Blätterwald; – statt Fachblatt; Heft; Illustrierte

Zeitung : Revolverblatt; Käseblatt; – statt Leseblatt; Presse



May 2007

Sometimes things happen that take away your breath and make you speechless.
I tried to get the breath thing under control, yet speech didn’t work out during the last months. This is why I wasn’t able to put any words on “paper”. Yes, even I can be speechless – but now the speech/writing flow is practically bubbling forth – so let’s get to May 2007!

I for my part read newspapers in order to obtain information, not instructions. Well, I am aware that in a subtle manner, the one may sometimes bring about the other, but I am a mature being with a mind of my own; if necessary, I will permit myself to revise my opinion – and I am not ashamed of it. It has to do with intellectual growth, or so I have read!
Back to newspapers and magazines, i.e. paper media, that seem to me to have become rather arrogant and perfidious. Who has given them license to become like that – perhaps it was we, the readers?
Also, I must ask why it is that they need these pushy advertising campaigns for their print products – can’t they sell their stuff? Oh, they will bring up the constraints of competition; perhaps they lust after reading rates because they are just greedy for money? And what about quality?
Do they really think that the people who are supposed to read their articles are mentally illiterate? Isn’t it humiliating for these media if all they want is to address such readers?
Just think how many similarly designed publications are in circulation, frequently displaying the same photos.
Of course everyone wants to earn money, no matter what the price – no, not just at any price, but mainly at the expense of quality and of other people.
Greed makes an inventor of many a reporter, and so it is the consumers of their products who are made into fools – either way.
Well, it is up to me to pick and choose among sources of information. The waste-paper basket that receives information material after having been read by me usually remains lightweight and spacious!



Feature: masterminded; invented; – instead of reviewing the situation/the facts

Magazine: gossip rag, scandal sheet; – instead of technical journal; booklet; mags

Newspaper: gutter paper, yellow journal; – instead of reading paper; press

 

2006

FRAGE ZU GOTT

Durch Zufall (gibt es diesen?) kam mir das Interviewe mir der Schriftstellerin Isabel Allende in die Hände, ich las ihn.

Es löste in mir den Wunsch aus, mich auch verbal zu äußern, daher füge ich diese Seite auf meiner Webseite hinzu und ich werde es jedes Monat zu einem mir wichtigen Thema tun.

Nun – als ob sich ein Ventil geöffnet hätte – kam der seit Jahren angestaute Druck aus mir heraus, nämlich zu dem Thema GOTT.

Zu der Frage der Esabel Allende ob der Mensch einen Gott braucht, frage ich: wenn dieser Gott, der die Welt und den Menschheit erschaffen hat, warum ist dieser Gott dann so böse, zu seiner Schöpfung?

Nächste Frage folgt nach: warum hat er diesen Schöpfungsakt überhaupt gebraucht?

Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Die Wissenschaft hat uns für die Naturereignisse, für Zustände in unserem Körper und außerhalb erklärbare Beweise geliefert, so dass wir uns, nicht wie im Mittelalter fürchten müssen, wenn es donnert oder die Ernte schlecht ausfällt,wenn eine Zehe faulig wird oder der Kopf weh tut.

Braucht der Mensch einen, der ihm vorschreibt wie er zu leben hat, weiß er es nicht mittlerweile selber? Braucht er ein zweitausend Jahre altes Handbuch, in dem es steht was gut oder böse sei, was man dem Mitmenschen antun darf oder nicht, mit wem man mitleiden darf und wen lieben? Quasi eine Gebrauchsanweisung für Entmündigte, oder?
Oder versteckt er sich hinter der Gottesfurcht, die in Wirklichkeit eine Angst wo vor ist? Wenn der Mensch nicht gottesfürchtig lebt – passiert was?

Geben wir die uns zur Verfügung stehende Macht (ja, wir haben eine!), Kraft, ja sogar uns auf, wir selber zu sein, zu uns zu stehen und verstecken uns hinter der Religion und Gottesfurcht, um nicht aufzumucksen, wenn es nötig wäre gegen Missstände, Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Diskriminierung zu wirken, es würde uns sonst der Donner erschlagen und es würde unserem Kind ein zweiter Kopf wachsen, wenn …….
Das ist eine – unsere – BEGRENZUNG.

Die Aussage der viel gelesenen chilenischen Autorin: „ Das mystische der Religion zieht mich an: Warum brauchen Menschen Gott? Das was Kirchen und große organisierte Gemeinschaften glauben – das nennt man Religion, egal ob es sich um die Katholische Kirche, um die Mormonen, aber auch Muslime oder Juden handelt. Alles andere nennt man dann Aberglaube.“

Mit Hilfe des Neuen Brockhauses und Dudens suche ich nach den Worterklärungen:

mystisch: geheimnisvoll, dunkel.

Religion: durch unmittelbare Selbsterfahrung gewonnene Gewissheit über das persönliche Verhältnis zu Gott.

Gott: kultisch verehrtes übermenschliches Wesen; als Inbegriff des Heiligen und
transzendente Person gilt Gott dem religiösen Menschen als absoluter Wert.

Aberglaube: Glaube an das Wirken magischer Kräfte, der auf vor wissenschaftlichen
Erkenntnissen und abgesunkenen Religionsformen beruht: Zauberbräuche,
Wahrsagerei(Horoskop) u.a. Die Psychologie sieht im Aberglauben Erfüllungs-
formen von Angst und Glücks-verlangen.

Glaube: innere Gewissheit ohne Rücksicht auf Beweise, gefühlsmäßige Überzeugung von
der Richtigkeit eines Sachverhalts.

 

 

 

ASKING ABOUT GOD

By chance (is there such a thing?) I came upon an interview with the writer Isabel Allende.
It inspired me to express myself verbally as well, which is why I am adding this page to my website. I will update it every month with a topic I consider important.
Like a valve opening, I could feel the release of the pressure that had accumulated for years on the subject of GOD.
Isabel Allende asks whether humankind needs a God. My question is: if this God has created the world and humans, why does he deal so cruelly with his creation?
And another question: why did he need this act of creation at all?
We do not live in the Middle Ages. Science has supplied us with intelligible evidence for natural occurrences, for conditions inside and outside of our body, so we do not have to be frightened when we hear thunder or when our crops fail, when a toe turns gangrenous or our head aches.
Do humans need someone to tell them how to live, haven’t they learned by now? Do we need a two thousand-year-old manual to tell us about good or evil, how to deal with our fellow human beings, with whom to commiserate or whom to love? Practically an operating manual for persons under guardianship?
Or perhaps people hide behind their fear of god, which is actually fear of something else – fear of what?
If people do not live piously, then what will happen?
So we renounce our power (and yes, we do have power!), our strength, even ourselves, we renounce being ourselves, standing by ourselves; instead, we hide behind religion and godliness, so we will not have to act to remedy grievances, injustice, oppression, discrimination – lightning might strike us, our child might grow a second head if …
This is a LIMITATION – it RESTRICTS us.
This is what the popular Chilean author says: “I am attracted by the mystic element of religion: Why do humans need God? The beliefs of churches and large organised communities are called religion, whether it is the Catholic Church, the Mormons, Muslims or Jews. Everything else is called superstition.”


Having consulted various dictionaries, I have compiled the following definitions:

Mystic: secret, hidden, obscure

Religion: certainty about a personal relationship with God acquired through direct self-experience

God: a ritually worshipped superhuman being; as the embodiment of sanctity and as a transcendental person, God is deemed an absolute value by religious people.

Superstition: Belief in the working of magic forces based on pre-scientific insights and lapsed forms of religion: magical practices, fortune-telling (horoscopes etc.). Psychology regards superstition as forms of the fulfilment of fear and the longing for happiness

Belief: inner certainty irrespective of evidence; emotional conviction of the truth of an issue.

 

2014

Der Tod und ich

Dumpfes, kopfloses Existieren des Selbst.
Die Stacheln des Alltags, die in die klaffende Wunde eindringen beim Beobachten anderer, Lebender.
Keine Anrufe, kein fröhliches Miteinander! Nichts und niemals mehr!

Paradoxe Gedanken quälen. Die U-Bahn die dich täglich in die Arbeit bringt, wird sie nie mehr benutzen und wir werden uns da nie wieder treffen. Und du musst die Lebenden beobachten und die Trostlosigkeit lähmt dich. Es durfte nicht mehr sein.

Um Himmelswillen warum? Und warum gerade sie? Und warum gerade mir?
Was bleibt?

Das Glorifizieren der schönen Momente des Beisammenseins und das Verdrängen des Negativen, welches zwischen uns stand. Sich erschreckt von den auf dem Zelluloid verewigten und schmerzvollen Erinnerungen an das Vergangene, abwenden. Ja nicht den Schmerz intensivieren, es ist ja schon so unerträglich und unfassbar.

Was dir einst ein geliebter Mensch war, jetzt nur mehr ein Gefäß mit seinen zermalmten Knochen und der Asche seines verbrannten Fleisches füllt und in dir fühlbar eine entsetzlich schmerzhafte Leere hinterlässt.

Ein ganzes Jahr davor war der Gedanke an den Tod ständig in mir präsent. Ich, die vor Gesundheit und Lebensfreude strotzende, verstand das aber nicht.
Und natürlich bezog ich es auf mich. Schnell beeilte ich mich ein begonnenes Werk fertig zu stellen, um bereit zu sein.
Etwas seltsames geschah auch in diesem Jahr, an zwei verschiedenen Plätzen und verschiedenen Tagen.
Eine beachtliche Schar Krähen kreiste, mit voller Lautstärke rufend, direkt ober mir. Es war nicht die Zeit vor dem Abflug in ihr Sommergefilde. Deshalb verstand ich nicht, warum sie das taten, sie schon?!

Das Foto „Vorahnung“ (siehe unter WERKE) entstand noch vor diesen Ereignissen.

Dann kam er, der Tod, aber nicht um mich zu holen, sondern um mir zu nehmen, und das gleich zwei Mal.

Er nahm mir doppelt, die Tochter und meinen besten Freund.

 

Death and I

Dull, mindless existence of the self.
The stings of everyday life that penetrate the gaping wound whenever I watch others who are alive.
No more calls, no happy togetherness! Nothing and never again!

Paradoxical thoughts are tormenting you. The underground that gets you to work: she will never use it again, and we will never meet there again. And you are forced to watch the living, in paralysing desolation. It was not to be again.

Why, for heaven’s sake? And why she? And why me of all people?
So what remains?

Glorifying the beautiful moments of togetherness and blocking out anything negative between us. Turning away, appalled, from painful memories of the past as captured and immortalised on celluloid. Just don’t intensify the pain, unbearable and inconceivable as it is.

What was once a beloved person now fills a vessel with crushed bones and the ashes of her burnt flesh, leaving a horribly painful emptiness inside of you.

An entire year beforehand, the thought of death had been constantly present within me. Brimming with health and joy of living, I did not understand it.
Naturally I thought that this concerned myself. I hastened to finish a work so as to be prepared.
Something strange also happened in that year, in two different places and on different days.
A formidable flock of crows circled directly over me, calling at the top of their voices. It was not the time for them to depart to their summer grounds. I could not understand why they did it, but perhaps they did?!

The photo “premonition” (see “WORKS”) was taken before these incidents.

Then he came – death – but not to get me but to take from me; and twice at that.

He took from me doubly, my daughter and my best friend.

2014

Und wieder kamen sie aus dem Nichts – unglaublich und doch – bildeten einen schwarzen kreischenden Kreis über mir.
Mir fiel niemand ein, den sie gemeint haben könnten!
Eine Woche später war ich ein altes elternloses Mädchen, eine Waise.
Luise, meine Mutter, wurde geholt.

Ist denn der Tod nicht etwas Natürliches, würde man sofort einwenden.
Nein – das sagt sich nur so leicht!

2014

And again they came from nothingness – incredibly and yet – forming a black shrieking circle above my head.
I could not think of anyone they might be referring to!
One week later I was a parentless old girl, an orphan.
Luise, my mother, had been carried off.
Isn’t death natural, that’s what you might ask.
No – it’s only something people will say without thinking!